262 Einträge

a

  • A - Prägebuchstabe "Berlin"

    Ist eine Münze der Bundesrepublik Deutschland von der "Staatlichen Münze Berlin" geprägt worden, so besitzt diese ein "A" auf der Motivseite. Die "Staatliche Münze Berlin" ist eine von insgesamt 5 Münzprägestätten in Deutschland.
  • Abarten

    Durch Zufall und von der Post nicht beabsichtigte Fehldrucke aller Art. Z.B.: Farbe, Papier oder Stellung.
  • Abschiedsausgabe

    Eine Abschiedsausgabe ist die letzte Marken-Ausgabe eines Markenlandes. Auch Abschiedsserie genannt.
  • Abstempelung

    Abdruck eines Poststempels auf Postwertzeichen zur Beurkundung der ordnungsgemässen Übernahme einer Postsendung. Es ist die Grundlage für eine vorschriftsmässige Beförderung und Zustellung der Sendung durch die Post.
  • Ag - chemisches Zeichen für Silber

    Ag ist die chemische Abkürzung für Silber (lat. argentum). In der Numismatik häufig bei Angaben zum Silbergehalt gebraucht: z.B.: Ag 999/1000
  • Aktien / Wertpapiere

    So wird der Anteil eines Aktionärs am Grundkapital einer Aktiengesellschaft genannt. Die Historie der Aktien bzw. Wertpapiere reicht bis ins 17. Jahrhundert als eine niederländische Kompanie in Ostindien die erste Form der Aktienbeteiligung einführte.
  • Altphilatelie

    Als Altphilatelie bezeichnet man das Sammeln, Erforschen und Auswerten von u.a. Briefen und Belegen vor der Einführung der Briefmarke.
  • Amtliche Münzen und Briefmarken

    So werden jene Münzen und Briefmarken genannt, deren Entstehen / Produktion von einer staatlichen oder dazu autorisierten Stelle veranlasst wird.
  • Andorra: Landeswährung vor dem Euro

    Die Währung des Fürstentum Andorra vor dem EURO war der andorranische Diner, unterteilt in 100 Cèntims. De Facto benutzte Andorra als eigentliches Zahlungsmittel auch den Euro, prägte allerdings als "eigene Währung" Diner-Anlage- und Sammlermünzen, die jedoch im Handel so gut wie nicht gebraucht wurden. Vor der Zeit des EUROS bezahlte man entweder mit französischen Franc oder spanischen Peseten.
  • Andorras Euro-Münzen

    Ab 2014 hat das Fürstentum Andorra, das auf der Landkarte zentral zwischen Frankreich und Spanien zu finden ist, den Euro. Auf der 2 Euro-Münze ist das Wappen des Kleinstaates, auf der 1 Euro-Münze die Casa de la Vall, das andorranische Parlamentsgebäude, geprägt. Die 50-, 20- und 10 Cent-Stücke zeigen die Kirche Santa Coloma gepaart mit einem Halbbild eines Andorraners. Die 5-, 2- und 1 Cent-Münzen stehen für die Natur Andorras. Die gezeigte Pyrenäen-Gämse und der Bartgeier haben ihr Territorium im Pyrenäischen Hochtal.
  • Au - chemisches Zeichen für Gold

    Au ist die chemische Abkürzung für Gold (lat. aurum). In der Numismatik häufig bei Angaben zum Goldgehalt gebraucht: z.B.: Au 999/1000
  • Aufdruck

    Marken werden aus den unterschiedlichsten Gründen mit Aufdrucken versehen: Änderung der Markengattung (z.B. eine Freimarke wird eine Dienst- oder Portomarke), Änderung der Wertstufe oder der Währungsbezeichnung, Änderung des Ausgabeanlasses oder Zuweisung eines neuen Verwendungsbezirkes.
  • Ausstellungsstempel

    Ein Sonderstempel, der anlässlich einer Ausstellung entworfen wird und häufig auf Wunsch von einem vor Ort anwesenden Sonderpostamt abgestempelt werden kann.
  • Automatenmarke

    Wert der Marke wird nach Wahl des Kunden direkt in dem Automaten gedruckt und wenige Sekunden darauf ausgegeben.

b

  • Bankfrische Münzen

    Von der Prägeanstalt direkt an die Banken ausgelieferte Münzen, die nicht im Umlauf waren. Schäden lediglich vom Prägen, Verpacken oder Transportieren minimal tolerierbar.
  • Banknoten (Die ersten Banknoten)

    Das Papiergeld entwickelte sich aus dem Wechsel; zunächst war es nur Ersatz für hinterlegtes Metallgeld. Im 19. Jahrhundert wurden die Deckungsvorschriften gelockert. Mit dem Zusammenbruch der Goldwährungen nach dem 1. Weltkrieg wurden die Bindungen des Papiergeldes an das Gold aufgegeben.
  • Batzen

    Zwischen 1492 und 1850 wurde in Bern erstmals ein Batzen geprägt. Ein Batzen entsprach einer 10-Rappen-Münze. Namensgeber war das Wappentier des Kantons Bern, der Bär bzw. "Bätz", der auch auf der Rückseite der Münze geprägt wurde. Bei der erstmaligen Einführung einer schweizerischen Einheitswährung (1798 - 1803) durch die Helvetische Republik, wurde der Batzen einst in das Geld-System integriert. Ein Franken entsprach zehn Batzen, ein Batzen entsprach zehn Rappen.
  • Belgien: Landswährung vor dem Euro

    Die Landeswährung des Königreiches Belgien war bis zu der Währungsumstellung am 01. Januar 1999 der Belgische Franc. Die kleinste Währungseinheit Belgiens waren Centimes, 100 Centimes ergaben 1 Franc. Belgiens einzige Münzprägestätte befindet sich in der Hauptstadt Brüssel. Der Umtauschkurs Franc/Euro lautet: 40,3399 Belgische Franc = 1 Euro.
  • Belgiens Euro-Münzen

    Bis 2013 ist auf jeder der acht belgischen Euro-Münzen der nach links blickende Kopf des Königs Albert II. dargestellt. Auf dem Aussenring sind die Europa-Sterne zu sehen. In der inneren Fläche befindet sich seit 2007 neben dem Kopf das Monogram des Monarchen, ein grosses A, sowie darüber eine Krone und unterhalb des Monogramms die Buchstaben "BE".

    2008 wurden in Belgien die Euro-Münzen neu gestaltet. Auf der Motivseite wurde König Albert II. "seinem Alter angepasst". Ausserdem wurde das königliche Monogram sowie die Landeskennzeichen "BE" direkt rechts neben den Kopf Albert II. gesetzt.

    Zum 21. Juli 2013 dankte König Albert II. ab und übergab das Amt des Königs an seinen ältesten Sohn Philippe! Ab dem 2014er Jahrgang ziert somit König Philippe der Belgier die nationalen Münzen!
  • Berlin Briefmarken

    Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde Berlin in vier Besatzungszonen gegliedert, aus denen sich West- und Ost-Berlin zusammen setzten. Ost-Berlin nutzte lediglich die Briefmarken-Ausgaben der Sowjetischen Besatzungszone. Für kurze Zeit wurden um 1948 für West-Berlin eigene Postwertzeichen erstellt. Nach dieser Übergangszeit wurde schliesslich veranlasst, dass auch die Ausgaben der Bundesrepublik Deutschland neben den eigenen Postwertzeichen genutzt wurden. Dies blieb so bis zur Wiedervereinigung.
  • Bildpostkarte

    Bildpostkarten sind postamtlich verausgabte Karten mit Wertstempel- und Bildeindruck in Wertstempelfarbe in der linken oberen Hälfte der Karten-Vorderseite.
  • Blaue Mauritius

    Die Einladung zu einem Maskenball am 21. September 1847 bescherte der Welt eine der grössten Raritäten, die Blaue Mauritius. Der englische Gouverneur in Port Louis auf Mauritius will seinen Gästen eine besondere Überraschung bereiten und die Einladungen zu dem Maskenball mit einer Neuheit, nämlich in mit Briefmarken frankierten Umschlägen verschicken. Die von London für die englische Kolonie bereits geplanten Marken werden deshalb sofort bei einem örtlichen Graveur in Auftrag gegeben. Mr. Josef Barnard, der Graveur, kann sich aber nicht mehr genau an den Text erinnern, der auf den Marken erscheinen soll. Er weiss nur noch, dass das erste Wort Post heisst. So kann eigentlich das zweite Wort nur Office heissen, wie es auch über der Tür des Postamtes zu lesen ist. Die beiden Wörter graviert er in den linken Rand der Marken, nicht ahnend, dass mit diesem Fehler die größten Weltraritäten entstehen - 500 Marken werden gedruckt. Richtig hätte es Post-Paid, Porto bezahlt, heissen müssen.
  • Block

    Ein Block ist ein kleiner Bogen mit oft verziertem, beschrifteten und breitem Rand. Er besteht üblicherweise aus ein bis 4 gleichen bzw. verschiedenen Marken, die als Ganzes gesammelt werden.
  • Bogenranddruck

    Ist ein Briefmarkenbogen allseitig von einem mit postalischen oder auch Werbe-Zudruck umgeben, so spricht man von einem Bogenranddruck. Der Bogenrand soll den Briefmarkenblock vor Beschädigung schützen.
  • Böhmen und Mähren

    Sog. deutsches Protektorat, das zu Beginn des 2. Weltkrieges entstand. Es umfasste grosse Teile des damaligen Staatsgebietes der Tschechoslowakei.
  • Braunschweiger Pferdchen

    Das Braunschweiger Pferdchen ist eine Freimarkenausgabe aus den Jahren 1852 bis 1865 des Herzogtums Braunschweig. Abgebildet ist das Landeswappen, ein nach rechts springendes, bekröntes Pferd.
  • Briefkasten

    Der Briefkasten, früher auch Brieflade genannt, ist eine postamtliche Einrichtung zum Einliefern von Briefsendungen.
  • Briefkasten „pillar box“, Grossbritannien

    Die Royal Mail kann ihre Geschichte bis in das Jahr 1516 zurückverfolgen, als Heinrich VIII. einen „Master of the Posts“ ernannte. Der Royal Mail Postdienst wurde 1635 durch Charles I. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damals mussten Briefe noch an Poststationen abgegeben werden, was gerade in ländlichen Gegenden sehr beschwerlich und aufwendig gewesen ist.

    Das Aufkommen der Briefkästen, der sogenannten freistehenden “pillar boxes”, kann auf Sir Rowland Hill, Sekretär des Generalpostmeisters und Erfinder der Briefmarke, zurückgeführt werden. Eingeführt wurden die ersten Briefkästen im Jahre 1852.

    Heute gibt es mehr als 115.000 solcher Briefkästen, die im ganzen Königreich allgegenwärtig sind. Ca. 800 verschiedene Ausführungen sind dabei zu finden. Traditionell tragen alle Briefkästen die Initialen des Monarchen, der bei der Aufstellung des jeweiligen Exemplares regierte und so kann man das ungefähre Alter einer jeden „pillar box“ recht schnell bestimmen.

    Sogar eine eigene Gesetzesklausel gibt es über diesen gusseisernen Veteran der Royal Mail: 98% der Bevölkerung sollen es nicht weiter als eine halbe Meile von ihrer Wohnung zum nächsten Briefkasten haben – und das sind immerhin nur rund 800 Meter.
  • Briefmarke "Bayern 1 Kreuzer"

    Der "Schwarze Einser", so wie die "Bayern 1 Kreuzer" auch genannt wird, ist zum Symbol für den Aufbruch in eine moderne Postzeit geworden, obwohl an jenem 1. November 1849 im Königreich Bayern auch Marken zu drei und sechs Kreuzern erschienen. Warum nun gerade diese Briefmarke zu diesem Symbol wurde ist ganz einfach: Unter Philatelisten gilt die Marke mit dem niedrigsten Nennwert als erste Ausgabe. Chancen diesen "Schwarzen Einser" zu finden stehen gar nicht so schlecht, da dieser in einer Auflage von über 830.000 Stück gedruckt wurde. Um diese Marke aber auch sein Eigen zu nennen, muss man genügend Geld dabei haben: Ein postfrisches Stück liegt je nach Erhaltung bei 850 Euro und eine gestempelte Ausgabe liegt sogar bei stattlichen 2.500 Euro.
  • Briefmarke "British Guyana"

    Eigentlich dürfte es das legendäre Papierstück gar nicht geben. Briefmarken für British-Guyana wurden damals normalerweise im fernen London gedruckt und auf dem beschwerlichen Schiffsweg in die südamerikanische Kolonie gebracht. Das klappte aber nicht immer: 1856 herrschte postalischer Notstand. Die Briefmarken-Vorräte gingen zur Neige. Doch Postmeister Dalton wusste Rat. Er beauftragte eine Zeitungsdruckerei, Briefmarken für die Übergangszeit zu drucken. So entstanden offenbar Exemplare zu einem Cent und zu vier Cents. Als Motiv nahm die Druckerei ein Segelschiff, welches ursprünglich zur Illustrierung von Schiffsnachrichten diente und setzte den Wahlspruch "Damus Petimus Que Vicissim" (wir geben und nehmen im Wechsel) dazu. Weiter zierte der Schriftzug "Postage British Guyana" und der Nennwert diese Briefmarke. Die Ausführung ist einfach. Wohl deshalb trägt sie auch eine Unterschrift - Postbeamte E.D. Eight bürgte mit seinem Autogramm offenbar für die Echtheit des Postwertzeichens.Diese, bis heute als Einzelstück bekannte Ausgabe, hatte zuletzt Ihren Besitzer 1970 für mehr als eine halbe Million Euro gewechselt.
  • Briefmarkenblock

    Besteht aus einer oder mehreren zusammenhängenden Briefmarken, mit einem breiten, meist verzierten und beschrifteten Rand versehen.
  • Briefmarkensammler

    Briefmarkensammler werden in der Sammlersprache auch "Philatelisten" genannt.
  • Bundesminister für Finanzen

    Der Bundesminister entscheidet über die Gestaltung und Herausgabe von Briefmarken, wobei er von Fachleuten eines Programm- und Kunstbeirates unterstützt wird.
  • Buntfrankatur

    Eine postalische Sendung, die mindestens mit drei Briefmarken mit unterschiedlichen Wertstufen oder Farben aus einem Satz frankiert wurde.

c

  • Cachet

    Häufig privat genutzter Bestätigungstempel, der auf eine spezielle Beförderungsart der Sendung hinweist.
  • CEPT

    Abkürzung für Conférence Européenne des Postes et des Télécommunications (dt. Eur. Konferenz der Verwaltung für Post- und Fernmeldewesen). Verantwortlich für Herausgabe der Europa-Marken. Ziele: u.a. enge Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Nachrichtenwesens, Vereinfachungen im internationalen Postverkehr.
  • Commonwealth

    Der Sammler begegnet in der Literatur häufig dem Begriff Commonwealth (Gemeinwesen, Völkergemeinschaft), womit dann stets das British Commonwealth of Nations, die britische Völkergemeinschaft verstanden wird. Zu den Commonwealth-Ländern, die als Sammelgebiet sehr beliebt sind, aber auch, alle zusammen berücksichtigt, recht kostspielig, gehören außer Grossbritannien weitere 30 Staaten, u.a.: Australien, Barbados, Ceylon, Ghana, Indien, Kanada, Nigeria, Uganda und Zypern.
  • Couvert

    Aus früheren Zeiten stammender Begriff, der die weit verbreitete und in der philatelistischen Literatur zu findende Bezeichnung für Briefumschlag ist.

d

  • Dauermarken

    Bezeichnung für Freimarken, die längere Zeit oder zumindest viele Jahre bildlich unverändert abgegeben werden.
  • DDR-Briefmarken

    Die DDR existierte vom 7. Oktober 1949 bis zum 2. Oktober 1990. In diesen fast 41 Jahren erschienen insgesamt 3.124 Postwertzeichen. 95 davon waren Blocks. Spezielle Ausgaben wurden ausschliesslich für staatliche Organe, Verwaltungen oder Betriebe bestimmt und waren nur innerhalb der DDR gültig.
  • Deutschland: Landeswährung vor dem EURO

    Die Währung der Bundesrepublik Deutschland vor dem EURO war die Deutsche Mark und der Pfennig. 100 Pfennige ergaben 1 Deutsche Mark. Der Umtauschkurs Deutsche Mark/Euro lautet: 1,95583 Deutsche Mark = 1 Euro. Die fünf deutschen Prägestätten befinden sich in Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg.
  • Deutschlands Euro-Münzen

    Die Deutschen 1- und 2 Euro-Münzen zeigen einen Bundesadler, die 10-,20- und 50-Cent Stücke sind mit dem Brandenburger Tor versehen, während die drei kleinsten Münzen ein Eichenzweig ziert. Der Bundesadler sowie der Eichenzweig sind schon aus den D-Mark-Zeiten vertraute Symbole.
  • Dienstmarken

    Dienstmarken dienen zur Freimachung von behördlichen Sendungen. Oft bildlich sehr nüchtern gehalten und in ihrem Verwendungsbereich stark begrenzt.
  • Dienstpost

    Die Dienstpost stellt die Sendungen von Behörden, staatlichen oder auch kommunalen Dienststellen an andere Behörden oder private Empfänger zu.
  • Doppelfrankatur

    Ist eine Sendung mit Marken aus zwei verschiedenen Postgebieten freigemacht, so handelt es sich um eine Doppelfrankatur.
  • Doppelgenf

    Begriff aus der Sammlersprache für die erste Marke der Kantonalpost Genf vom 30.09.1843. Die Kantonalpost Genf war nach Grossbritannien, Zürich und Brasilien das vierte Postgebiet, das aufklebbare Postwertzeichen einführte. Die Bezeichnung Doppelgenf rührt davon her, dass im Schalterbogen immer zwei waagerecht nebeneinander stehende Marken zu je 5 Centimes durch eine gemeinsame Kopfleiste mit der Innschrift PORT CANTONAL (Kantonsporto) verbunden waren. Die Doppelgenf, aber auch einzelne Stücke (sog. Halbe Doppelgenf), gehören heute zu den grossen Weltraritäten.
  • Druckverfahren

    Es existieren Hoch-, Flach-, Tief- und Durchdruck. Je nach Druckverfahren können auf Briefmarken, Blocks oder Bögen Schrift und Linien in der Stärke variieren und Farbflächen ruhig oder unruhiger wirken.
  • Druckvermerk

    Zahlen und Zeichen auf dem Bogenrand, die mit dem Druckvorgang in Beziehung stehen. Hierzu gehört u.a. das Druckdatum.
  • Durchgezähnt

    Ist der Bogenrand einer Marke auf einer, zwei, drei oder auf allen vier Seiten wie die Markenreihen perforiert, so ist diese Marke durchgezähnt.
  • Durchstich

    Die ältste Perforationsart der Briefmarke. Der Durchstich erfolgte durch ein kleines Messer, das unterscheidliche Formen haben konnte. Die Technik erwies sich jedoch als nicht praktisch, weil beim Stechen das Papier des öfteren derart beschädigt wurde, dass die Briefmarke beim Trennen einriss.

e

  • Echtgelaufen

    Bezeichnung für: "Die Sendung ist von der Post wirklich befördert worden."
  • Eckrandstück

    Auch Bogenecke genannt, Marke aus einer Ecke eines Briefmarkenbogens.
  • Eintrachtstaler

    Als Eintrachtstaler bezeichnet man Münzen, die mit ihrem Münzbild oder ihrer Inschrift auf die Harmonie und Eintracht in dem jeweiligen Ausgabeland/-bezirk hinweisen.
  • Einzelfrankatur

    Die Sendung ist mit einer einzigen Marke im Nennwert des in Betracht kommenden Portos freigemacht.
  • Entwertet

    Ist eine Marke durch Abschlag eines Stempels oder eines Federzugs für die normale Verwendung unbrauchbar gemacht, so ist sie entwertet.
  • Erhaltungsgrad bei Münzen

    S = Schön, eine durch längeren Umlauf beträchtlich abgenutzte Kursmünze mit erkennbaren Reliefkonturen. Unterste Grenze einer sammelwürdigen Münze.

    SS = Sehr schön, nicht übermässige Spuren des Umlaufs und normale Abnutzungserscheinungen an den höchsten Stellen des Reliefs.

    VZ = Vorzüglich, geringe Abnutzungsspuren an den höchsten Stellen des Reliefs. Jede Einzelheit auf der Münze ist deutlich sichtbar.

    ST = Stempelglanz oder prägefrisch oder bankfrisch. Bei Automatenprägungen von Umlaufmünzen können durch den Ausstoss der Münzen nach der Prägung in bereitstehende Behälter geringfügige Kratzer und Schleifstellen entstehen. Jede Einzelheit auf der Münze ist deutlich erkennbar.

    PP = Polierte Platte, höchster Erhaltungsgrad bei Münzen und Gedenkprägungen. Keine Kratzer und Schleifstellen vorhanden. Bei dem Herstellungsverfahren werden ausgesuchte, makellose Ronden und die Stempel poliert. Die dann als Einzelprägung hergestellte Münze wird mit der Hand abgenommen und einzeln verpackt.
  • Erstabschlag (EA)

    Erste Münzen und Medaillen einer Prägung mit einem neuen Stempel. Die spiegelnden Oberflächen dieser ersten "Präge-Exemplare" sehen einer PP-Ausführung ähnlich. Bei der Qualität heutiger Prägestempel besteht fast kein Unterschied mehr zu Stempelglanz.
  • Erste 2-Euro-Gedenkmünze

    Am 30. September 2003 gab die europäische Kommission grünes Licht für eine neue Serie von 2-Euro-Gedenkmünzen. Somit steht ab diesem Zeitpunkt allen Mitgliedsstaaten frei, einmal im Jahr eine Gedenkmünze im Wert von 2 Euro zu prägen, die über die gleiche Spezifikation, d.h. über die gleiche Europa-Vorderseite verfügt wie normale 2 Euro-Münzen. Die Gedenkmünzen sind in jedem Euro-Land anerkannte Zahlungsmittel. Ihre Auflage ist im Gegensatz zum Umlaufgeld festgelegt, daher sind Gedenkmünzen eher selten im Portmonee zu finden. Ausserdem ist ihr Sammlerwert höher als ihr materieller Wert. Das erste Land, das eine Gedenkmünze herausbrachte, war Griechenland, welches anlässlich zu den Olympischen Sommerspielen 2004 einen Diskuswerfer auf ein 2 Euro-Stück prägen liess.
  • Erste 2-Euro-Münze der "Europastern-Serie"

    2-Euro Münze "70 Jahre Frieden in Europa"

    Frankreich hat 2015 der allererste 2-Euro-Gedenkmünze der "Europastern-Serie" herausgegeben. Bislang gab es in dieser besonderen Serie nur Münzen mit höheren Nominalen.

    Diese Münze ist dem Thema "70 Jahre Frieden in Europa" gewidmet. Mit einem identischen Motiv wird die Monnaie de Paris auch eine 10-Euro-Silbermünze und eine 500-Euro-Goldmünze zu diesem Thema herausgeben.Das Europastern-Symbol dieser Serie befindet sich auf der 2-Euro-Münze unten rechts.

    Die französische 2-Euro-Gedenkmünze zeigt die Taube als das Friedenssymbol der Welt, die in ihrem Schnabel einen Olivenzweig hält, der aus Sternen gebildet wird. Im oberen Teil des Münzmotivs sind in alphabetischer Reihenfolge die Länderkürzel aller EU-Länder dargestellt.

    (siehe auch: Europastern-Serie)
  • Erste Briefmarke der Welt

    Die erste Briefmarke der Welt ist die One Penny Black aus Großbritannien vom 1. Mai 1840 vorgestellt wurde. (siehe auch "One Penny Black")
  • Erstflugbeleg

    Ein Brief, der bei Aufnahme einer neuen Luftverbindung durch eine, zur Postbeförderung verpflichtete Luftverkehrsgesellschaft, befördert wurde.
  • Ersttagsblätter

    Blatt mit einer neuen Briefmarke samt Ersttagsstempel des ersten Gültigkeitstages der Marke. Üblicherweise wird das Motiv der Briefmarke beschrieben und es wird über technische Details informiert.
  • Ersttagsbriefe

    Briefe oder Postkarten, die am Tag der Ausgabe einer neuen Briefmarke mit dieser Marke frankiert sind und den Stempel dieses ersten Tages tragen. Man nennt sie auch FDC (First Day Cover).
  • Ersttagsstempel

    Der Ersttagsstempel ist eine Bezeichnung für jeden Poststempel, der eine Briefmarkenausgabe an ihrem Erscheinungstag abstempelt.
  • Estland: Landeswährung vor dem Euro

    Die Landeswährung der Republik Estland war bis zu der Währungsumstellung am 1. Januar 2011 die estnische Krone. Die kleinste Währungseinheit Estlands waren Senti, 100 Senti ergaben 1 Krone. Der Umtauschkurs Estnische Krone/Euro lautet: 15,6466 Estnische Kronen = 1 Euro.
  • Estlands Euro-Münzen

    Am 01. Januar 2011 wurde in Estland der Euro eingeführt. Neben Belgien, dem Vatikan und Irland ist Estland das einzige Land, welches nur ein einziges Motiv für alle seine Euro-Münzen wählte. Dabei handelt es sich um den Kartenumriss Estlands. Zwei kleine Abweichungen gibt es jedoch. Auf den Cent-Münzen ist der Umriss vertieft und bei den Euro erhaben geprägt. Außerdem sind bei der 2-Euro-Münze zusätzlich die zwei kleinen Inseln Vaindloo und Nootamaa zu sehen.
  • Euro-Bargeld

    Am 01. Januar 2002 haben zwölf europäische Länder das gemeinsame Euro-Bargeld eingeführt. Das Euro-Bargeld wird durch die nationalen Zentralbanken des Eurosystems in Umlauf gebracht. In Deutschland sorgt die Deutsche Bundesbank dafür, dass Banknoten und Münzen in hoher Qualität und ausreichender Menge jederzeit verfügbar sind.
  • Europa-Marken

    Bezeichnung für alljährlich verausgabte, meist bildgleiche Marken westeuropäischer Staaten (CEPT).
  • Europastern-Serie

    Neben den 2 Euro Gedenkmünzen gibt es die sogenannte "Europastern-Serie", eine sehr beliebte Münzserie bei Sammlern. Gekennzeichnet ist die Münzserie durch den namensgebenden "Europastern". Bei diesem unverkennbaren Erkennungsmerkmal verschmilzt das Eurozeichen mit einem Stern. Dieses Symbol der "Europastern-Serie" findet sich auf allen zu der Serie zugehörigen Münzen wieder. Zu der "Europastern-Serie" zählen nicht nur ausschließlich 2-Euro-Münzen. Siese Serie kann alle Nominale und Münzen aller Materialien beinhalten!

    Die Prägestätten der Länder Belgien, Frankreich, Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien hatten im Jahr 2004 die Idee zu einer gemeinsamen Münzserie. Seitdem geben diese Länder jährlich eigene Gedenkmünzen zu einem einheitlichen Thema heraus. Inzwischen beteiligen sich viele weitere Euroländer an dieser Serie.

f

  • Falz

    Eine Falz ermöglichte das Befestigen von Briefmarken und Bögen ohne Klemmtaschen.
  • FDC (First Day Cover)

    Ein FDC (First Day Cover) ist ein Umschlag oder eine Postkarte, die am 1. Gültigkeitstag der aufgeklebten Briefmarke abgestempelt wurde. Siehe Ersttagsbrief.
  • Feingehalt

    Der Feingehalt bezeichnet den reinen Edelmetall-Anteil einer Münze. Er entspricht dem Verhältniss von Feingewicht zu Raugewicht und wird häufig in Karat oder Tausensteln (Promille) angegeben.
  • Feldpost

    Begriff für Sendungen, die durch besondere Feldpostorganisationen befördert werden, wobei als Zwischenträger meist auch die reguläre Post in Anspruch genommen wird. Die Feldpost ist ein ungewöhnlich vielseitiges und reizvolles Sammelgebiet, das sich besonders auf die zahlreichen und sehr verschiedenen Feldpoststempel konzentriert, aber derart umfangreich ist, dass sich der Sammler auf begrenzte Zeitabschnitte bzw. Feldzüge und Kriege beschränken muss.
  • Feldpoststempel

    Der Feldpoststempel diente zur Abstempelung der Feldpost während eines Feldzuges oder eines Krieges.
  • Finnland: Landeswährung vor dem Euro

    Vor dem EURO war die Währung der Republik Finnland die Finnmark und der Penni. 100 Pennis ergaben 1 Finnmark. Der Umtauschkurs Finnmark/Euro beträgt 5,94573 Finnmark = 1 EURO. Die einzige Prägestätte befindet sich in Finnlands viertgrösster Stadt - Vantaa.
  • Finnlands Euro-Münzen

    Auf der 2 Euro-Münze ist die im Lande weit verbreitete Moltebeere abgebildet. Das 1 Euro-Stück ist verziert mit zwei Schwänen, die einen finnischen See überfliegen. Auf allen Cent-Münzen befindet sich das finnische Wappentier, der Löwe.
  • Floureszenz

    Verschiedene chemische Stoffe bzw. Verbindungen, leuchten bei Bestrahlung mit kurzweiligem Licht.
  • Frankaturwert

    Der auf der Marke eingedruckte Nennbetrag oder Nominalwert, der zum Freimachen einer postalischen Sendung zu zahlen ist.
  • Frankomarken

    Nichtamtliche aber von Sammlern häufig gebrauchte Bezeichnung für Briefmarken.
  • Frankreich: Landeswährung vor dem Euro

    Französische Franc und Centimes waren vor dem EURO die Währung Frankreichs, wobei 100 Centimes 1 Franc ergaben. Umgerechnet ergeben 6,55957 Französische Franc 1 EURO. Die einzige französische Münzprägestätte befindet sich in Paris.
  • Frankreichs Euro-Münzen

    Wie auch in Deutschland sind die französischen Euro-Münzen auf drei verschiedene Motive beschränkt. Auf den Euro-Werten ist ein Lebensbaum sowie der Schriftzug "Liberté, Egalité, Fraternité" zu sehen. Die Cent-Werte zeigen die berühmte Säerin bzw. das Porträt der Nationalfigur, der "Marianne".
  • Freimarken

    Anderer Begriff für Briefmarken oder Postwertzeichen.

g

  • Ganzsache

    Als Ganzsache bezeichnet man Karten oder Umschläge, die von vornherein mit einem bereits gedruckten Wertzeichen (Briefmarke) versehen sind.
  • Gebraucht

    Anderer Ausdruck für gestempelt.
  • Gedenkbriefmarke

    Zum Geburts- oder Todestag einer bekannten Persönlichkeit, Jahrestag einer Erfindung oder Entdeckung, Gründung einer Stadt, eines Staates usw. verausgabte Briefmarke mit oder ohne Zuschlag, meist mit auf das Ereignis bezugnehmende Bild, häufig aber auch durch Aufdruck auf irgendeiner kursierenden anderen Briefmarke entstanden. Die Sammler kennen den Ausdruck Gedenkmarke im allgemeinen nicht und bezeichnen auch diese als Sondermarke. Die Post unterscheidet aber streng zwischen diesen beiden.
  • Gedenkmünzen

    Gedenkmünzen erinnern durch ihr Motiv und/oder ihre Innschrift an ein denkwürdiges Ereignis oder eine bedeutende Persönlichkeit. Gedenkmünzen sind offizielles Zahlungsmittel.
  • Gemeinschaftsausgabe

    Marken oder Münzen, die aus gleichem Anlass, mit gleichen Abbildungen in verschiedenen Ländern erscheinen, sind Gemeinschaftsausgaben.
  • Gestempelt oder ungestempelt

    Für den Sammler eine Gretchenfrage. Für die einen beeinträchtigt eine gestempelte Marke die Wirkung des Bildes. Für den anderen ist es wichtig, dass die Marke auch wirklich ihrem Zweck gedient hat.
  • Griechenland: Landeswährung vor dem Euro

    Bevor Griechenland am 01. Januar 1999 den Euro bekam, bezahlten die Griechen mit Drachmen und Lepta, 100 Lepta ergaben 1 Griechische Drachme. 340,75 Griechische Drachmen ergeben 1 Euro. Griechenland prägt seine Münzen in vier verschiedenen Prägestätten. Eine befindet sich in Athen, die anderen sind aus produktionstechnischen Gründen im Ausland, namentlich in Madrid, Vantaa und in Pessac - nahe Bordeaux.
  • Griechenlands Euro-Münzen

    Das 2 Euro-Stück der Griechen zeigt Zeus, der in der Sage als weißer Stier Europa entführt, das 1 Euro-Stück zeigt eine Eule. Auf den drei größten Cent-Werten sind große Persönlichkeiten Griechenlands abgebildet: Eleftherios Venizelos (50 Cent), Ioannis Capodistrias (20 Cent) und Rigas-Fereos Velestinlis (10 Cent). Die drei kleinsten Cent-Werte zieren ein modernes Tankschiff (5 Cent), eine Korvette (2 Cent) und das Modell einer Athener Trireme aus der Zeit Kimon (1 Cent).
  • Grösste Goldmünze der Welt

    Bislang kam die grösste Goldmünze der Welt aus Kanada. Die kanadische Goldmünze „Big Maple Leaf“ hat einen Nennwert von einer Million Kanadischer Dollar und wiegt 100 Kilogramm. Der aktuelle Rekordhalter ab dem Jahr 2014 ist jedoch eine Ausgabe des Australischen Kangaroos. Die Münze hat einen gigantischen Nennwert von einer Million Australischer Dollar bei einem Gewicht von einer Tonne, was zur Ausgabe einem Goldwert von 37,2 Millionen Euro entsprach. Auch die anderen Daten sind phänomenal: mit einem Durchmesser von 80 cm bei einer Dicke von 12 cm und 24 Karat Feingold (999,9/1000) steht sie als absoluter Rekordhalter im Guinessbuch der Rekorde! (Stand: 2014)
  • Gummierung

    Ungebrauchte, nicht gestempelte Briefmarken sind in der Regel gummiert. Eine Gummierung gilt nur als echt, wenn sie bei der Herstellung der Briefmarken vorgenommen wurde. Nachgummierungen sind Fälschungen. Im allgemeinen sind die zum Gummieren angewandten Klebstoffe leicht löslich. Es gibt aber auch Marken, bei denen anstelle einer leicht löslichen Gummierung leimartige Klebemassen mit Zusätzen verwendet wurden, die nicht wasserlöslich sind. Es ist nicht ratsam, eine derartige Gummierung zu entfernen. Man sammelt hier die gebrauchten Marken möglichst auf Brief oder als Briefstück. Die Gummierung muss postfrisch, d.h. unverletzt sein. Eine fehlerhafte Gummierung vermindert den Wert der Briefmarke erheblich.

h

  • Halfcrown

    Halfcrown ist von 1526 bis 1970 das Halbstück der englischen Crown im Werte von 2 1/2 Schilling. Bis 1551 wurde das Halbstück in Gold geprägt, ehe man sich entschloss Silber als Material zu wählen. Letztendlich wechselte man im Jahre 1947 zu Kupfer-Nickel als Basismaterial.
  • Halfpenny

    Halfpenny, ursprünglich eine silberne Scheidemünze, ist die englische Bezeichnung für den halben Pfennig. Wohl erstmals unter Alfred dem Großen (871-899), König von Wessex und Oberster Lehnsherr von England, geprägt. Heute Kleinmünze aus unedlem Metall.
  • Hammerprägung

    Hammerprägungen sind mit dem Hammer geschlagene Münzen, wie sie seit Beginn der Münzprägung (7. Jahrhundert v. Chr. .) bis in das 16. Jahrhundert hinein - in vielen Münzstätten noch später - im allgemeinen üblich waren. Sie wurden von den maschinengeprägten Münzen abgelöst. Mit dem Hammer wurde auf einen Münzstempel geschlagen, der den darunterliegenden Schrötling prägte.
  • Handgehobene Münzen

    Handgehobene Münzen werden nach der Automatenprägung nicht in Beuteln zusammen aufgefangen, wie Bankfrische Ausgaben, sondern einzeln mit der Hand entnommen. Dadurch werden Produktionsbedingte Schäden vermieden.
  • Heimatsammlung

    Begriff für eine thematische Sammlung, die inhaltlich alle nur vorstellbaren Dinge umfasst, die z.B. mit dem Geburts- oder Wohnort eines Sammlers, einem größeren Bezirk, einem Bundesland oder einem Kanton und ähnlichem postalisch zusammenhängen. In eine solche Sammlung kann auch Dokumentation eingebaut werden, d.h. Postverordnungen in Abschrift, Fotokopie oder gar Original, Bilder von Postuniformen und Postkutschen sowie alles, was mit der postalischen Entwicklung des angewählten Gebietes zusammenhängt.
  • Hill, Rowland

    Sir Rowland Hill, der Reformator des englischen Postwesens, wurde am 3. Dezember 1795 in Kidderminster geboren. Bis 1833 war Rowland Hill als Lehrer tätig, ehe er durch eine Niederschrift seiner geplanten Reform des Postwesens Aufsehen erregte. U.a. setzte er sich für einen einheitlichen Portosatz von 1 Penny für Briefe zum Gewicht von 0,5 Unzen innerhalb des Landes ein. Bereits 1840 wurde seine Forderung erhört und zum Gesetz erhoben. Im selben Jahr trat Rowland Hill in den Dienst der Post. 1846 wurde er Sekretär des Generalpostmeisters, 1854 dirigierender Sekretär des Postdepartements und 1857 wurde er in die Royal Society aufgenommen. Am 27. August 1879 starb Sir Rowland Hill in Hampstead in London.
  • Historische Münzen

    Historische Münzen in einer sammelwürdigen Erhaltung sind sehr selten. Die begehrtesten unter ihnen sind Münzen aus dem 19. oder zum Beginn des 20. Jahrhunderts, aus der Zeit, wo Europa noch von Kaisern und Königen regiert wurde.
  • Hochzeitsmünze

    Hochzeitsmünzen werden anlässlich einer Eheschließung oder eines Hochzeitsjubiläum geprägt. Schon in der Antike wurden Münzen zu derartigen Anlässen gefertigt.
  • Hornussen

    Die schweizer Mannschaftssportart Hornussen ist eine aussergewöhnliche Variante eines Schlag- und Fangspiels. Ziel ist es den "Nouss" soweit wie möglich über ein Abschlagvorrichtung in die gegnerische Hälfte zu schlagen, wo dieser dann von der anderen Mannschaft abgefangen werden muss, bevor er den Boden berührt. Es gewinnt die Mannschaft, bei der der Ball seltener ungestoppt den Boden berührt. Selbstverständlich bietet Ihnen SRH auch zu dieser begehrten schweizer Sportart wunderschöne Sammler-Artikel an. Schauen Sie einfach in unseren Shop oder kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter!

i

  • Inselausgabe

    Bezeichnung aus der Sammlersprache für Privatpostmarken, die Besitzer von nicht durch die Staatspost bedienten Inseln herausgeben. Besonders bekannt von kleinsten zu Grossbritannien gehörenden, teils nur zeitweise bewohnten bzw. von Touristen aufgesuchten Inseln.
  • Irland: Landeswährung vor dem EURO

    Vor der Währungsumstellung am 01. Januar 1999 war die Landeswährung der Iren das Irische Pfund und die kleinere Einheit Pingin, wobei 100 Pingin 1 Pfund ergaben. 1 EURO sind umgerechnet 0,787564 Irische Pfund. Die Prägestätte der Iren befindet sich in Sandyford, einem Stadtteil von Dublin.
  • Irlands Euro-Münzen

    Neben Belgien, dem Vatikan und Estland ist Irland das einzige Land, welches nur ein einziges Motiv für alle seine Euro-Münzen wählte. Dabei handelt es sich um das nationale Symbol der Iren, die Harfe.
  • Italien: Landeswährung vor dem EURO

    Die frühere Währung Italiens waren die Lira und die Centesimi, wobei 100 Centesimi 1 Lira ergaben. In der Hauptstadt Rom befindet sich die einzige Münzprägestätte Italiens. Umgerechnet ergeben 1936,27 Italienische Lira 1 Euro.
  • Italiens Euro-Münzen

    Das 2 Euro-Stück zeigt einen der größten Dichter Italiens: Dante Aligheri, auf dem 1 Euro-Stück ist Leonardo da Vincis Zeichnung "L'Uomo" abgebildet. Das 50 Cent-Stück ist verziert mit dem Bildnis des römischen Kaisers Marc Aurel, auf dem 20 Cent-Stück ist eine Skulptur von Umberto Boccioni, das 10 Cent-Stück zeigt Boticellis Venus, das Kolosseum in Rom ist auf dem 5 Cent-Stück abgebildet, der Turm Mole Antonelliane in Turin auf dem 2 Cent-Stück und auf dem 1 Cent-Stück findet man das Castel del Monte.

j

  • Jäger-Katalog

    Zitierwerk und kompetenter Ratgeber für deutsche Münzen ab 1871. Alle Münzen sind mit Vorder- und Rückseite abgebildet und mit Einzelinformationen versehen.
  • Jahrgangssammeln

    Werden gezielt verschiedene Jahrgänge gesammelt, so nennt man das Jahrgangssammeln.
  • Jahrgangssatz

    Bezeichnung für Zusammenstellungen, die auf Einsteckkartons alle im Laufe eines Jahres erschienenden Marken enthalten.
  • John F. Kennedy

    John Fitzgerald Kennedy, auch aufgrund seiner Initialen JFK genannt, wurde am 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts geboren. Er war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Am 22. November wurde John F. Kennedy auf einer Wahlkampfreise in Dallas, Texas ermordet. Bis heute konnte das Attentat nicht lückenlos aufgeklärt werden. Selbstverständlich bietet Ihnen SRH einzigartige Sammel-Sensationen zu einem der begehrtesten US-amerikanischen Politiker an. Schauen Sie einfach in unseren Shop oder kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter!
  • Jubiläumsmarke

    Allgemein gesehen zu den Gedenkmarken gehörend, da zu irgendeinem Jahrestag (z.B. 100 Jahre Eisenbahn) verausgabt. Es besteht kaum ein Anlass, zwei Begriffe nebeneinander zu gebrauchen, wenn sie praktisch dasselbe aussagen. Deshalb hat sich die Bezeichnung Jubiläumsmarken in der Sammlersprache auch nicht eingebürgert.

k

  • Kalorien-Bomben

    Briefmarken können dick machen! In Grossbritannien, dem Mutterland der Briefmarke, hat die Royal Mail jetzt verschämt gestanden, dass ihre Wertzeichen heimliche Kalorienbomben sind. Beim Anlecken einer jeden Briefmarke nimmt der Absender ahnungslos 5,9 Kalorien zu sich. Bei 100 Briefen summiert sich das schon auf das Äquivalent einer Käse-und-Tomaten-Pizza von 23 Zentimeter Durchmesser oder 2 Mars-Schokoriegeln. Schuld ist die Gummierung. Sie enthält Zucker, der über die Zunge in den Blutkreislauf kommt.
  • Katalogwert

    Die normalen Markenkataloge geben für alle verzeichneten Marken einen Wert ab.
  • Kehrdruck

    Waagerecht oder senkrecht zusammenhängendes Markenpaar. Aufgrund von u.a. falsch gelegter Druckformen stehen die Marken "Kopf an Kopf".
  • Kennedy, John F.

    John Fitzgerald Kennedy, auch aufgrund seiner Initialen JFK genannt, wurde am 29. Mai 1917 in Brookline, Massachusetts geboren. Er war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Am 22. November wurde John F. Kennedy auf einer Wahlkampfreise in Dallas, Texas ermordet. Bis heute konnte das Attentat nicht lückenlos aufgeklärt werden. Selbstverständlich bietet Ihnen SRH einzigartige Sammel-Sensationen zu einem der begehrtesten US-amerikanischen Politiker an. Schauen Sie einfach in unseren Shop oder kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter!
  • Kiloware

    Bezeichnung für eine Art des Markenverkaufs. Verschiedene, aus postamtlichen Formularen bestehende Exemplare, wie z.B. Briefumschläge und Marken werden unkontrolliert und in unterschiedlicher Erhaltung zusammengeschüttet und als ganzes Kilo verkauft.
  • Klassische Briefmarken

    Begriff aus der Sammlersprache für alle vor 1900 erschienenen Postwertzeichen. Die klassischen Briefmarken bieten im allgemeinen viele Möglichkeiten zu echter philatelistischer Betätigung. Sie sind ferner eine gute Kapitalanlage und selten Preisschwankungen unterworfen. Erfahrungsgemäss finden sich auch für klassische Briefmarken von normalerweise kaum beachteten oder nicht mehr bestehenden Postgebieten immer Käufer. Bei vielen klassischen Briefmarken ist auf die Entwertungsstempel zu achten, die unter Umständen eine Höherbewertung bringen, dasselbe gilt für den Erhaltungszustand.
  • Kleinbogen

    Ein Kleinbogen ist ein Set mitsamt einer Einzelmarke oder ein komplettes Set Marken. In jedem Fall ist bei diesen Blockausgaben der Blockrand passend zu den Marken gestaltet.
  • Kleinmünzen

    Kleinmünzen ist die allgemeine Bezeichnung für kleine Münzen, die im Wert unterhalb des Vierteltalers liegen.
  • Komplett

    Ist ein Satz vollständig und lückenlos gesammelt, so ist er komplett.
  • Kunstbeirat

    Der Kunstbeirat ist in der Bundesrepublik Deutschland dafür zuständig, die Bundesminister bei Fragen hinsichtlich bildender Künste zu beraten. Also steht der Rat auch dem Bundesminister für Finanzen bei der Wahl von Briefmarkenmotiven zur Seite.
  • Kuriosität

    Entstehen bei der Herstellung von Marken oder Stempeln auf zufällige Weise etwas Ungeplantes, so ist dies eine Kuriosität.
  • Kuvert

    Auch oft Couvert geschrieben. Aus früheren Zeiten stammender Begriff, der die weit verbreitete und in der philatelistischen Literatur zu findende Bezeichnung für Briefumschlag ist.

l

  • Länderkatalog

    Ein Markenkatalog, der nur die Marken einzelner, beliebter Länder oder Ländergruppen verzeichnet.
  • Lettland: Landeswährung vor dem Euro

    Die Währung der Republik Lettland vor dem Euro war der lettische Lats und der Santims. 100 Santimu ergaben 1 lettischen Lats. Der Umtauschkurs lettischer Lats/Euro lautet: 1,4237 lettische Lats = 1 Euro.
  • Lettlands Euro-Münzen

    Ab dem 1. Januar 2014 hat die Republik Lettland den Euro. Auf den 2- und 1 Euro-Münzen ist ein traditionell gekleidetes, lettisches Trachtenmädchen geprägt. Die 50-, 20- und 10 Cent-Stücke zeigen das "grosse" Wappen Lettlands. Die 5-, 2- und 1 Cent-Münzen hingegen präsentieren das "kleine" Wappen Lettlands.
  • Limitierte Auflage

    Wird bei einem Artikel aus u.a. Seltenheits- oder Verkaufstechnischen Gründen die Auflage begrenzt, so handelt es sich um eine limitierte Auflage.
  • Lira und Pfund

    Die alte italienische Lira und das Pfund haben ihren Ursprung im lateinischen libra (=das Pfund). Karl der Grosse führte bei seiner Reform des Münz-, Gewichts- und Messsystems für das grosse Frankreich in den Jahren 792/793 das Münz-Pfund als Rechenbasis ein. Das Pfund war geteilt in 20 Schillinge (als Münze erst ab 1300 geprägt), und der Schilling wiederum in 12 Denare (Pfennige), so dass 240 Pfennige auf ein Pfund Gewicht kamen. Diese Zwölfer-Teilung galt in England noch bis 1971. Von libra stammt auch der Name der französichen Münze Livre ab, die bis 1795 gültig war.
  • Litauen: Landeswährung vor dem Euro

    Die Währung der Republik Litauen vor dem Euro war der Litas. Die Kleinmünzen waren in 1, 2, 5 Centai und 10, 20 und 50 Centu aufgeteilt. 100 Centu ergaben 1 Litas. Der Umtauschkurs Litas/Euro lautet: 3,4528 Litas = 1 Euro.
  • Litauens-Euro-Münzen

    Ab dem 1. Januar 2015 hat die Republik Litauen den Euro. Sowohl auf allen Euro- als auch auf den Cent-Münzen wurde der "Vytis" (sinngemäß übersetzt: der weiße Reiter) geprägt!
  • Lokalwährung

    Wird eine Währung oder werden Münzen nur in einer Gemeinde oder einem Gebiet genutzt, so handelt es sich um eine Lokalwährung.
  • Lot

    Vom Händler angebotene, abgepackte Zusammenstellung von Einzelmarken oder Sätzen eines oder mehrerer Postgebiete oder Motivrichtung.
  • Luftpost

    Bezeichnung für durch die Luft beförderte Sendungen.
  • Lupe

    Unentbehrliches Utensil für den Sammler zur eingehenden Betrachtung des Markenbildes, leichteren Feststellung eines Plattenfehlers, Druckmangels usw.. Besonders gebräuchlich sind die handlichen Einschlaglupen, bei denen die Linse drehbar in einem Lederfutteral oder aus - und einschiebbar in einem Plastikbehälter befestigt und so vor Beschädigung oder Verschmutzung geschützt ist und daher immer bequem mitgeführt werden kann. Drei- bis sechsfache Vergrösserung ist ausreichend. Der forschende Sammler bevorzugt eine Standlupe und besitzt ausserdem noch eine Messlupe.
  • Luxemburg: Landeswährung vor dem Euro

    So wie bei den Belgiern besassen auch die Luxemburger Franc und die Centimen. Auch ergaben 100 Centimes 1 Luxemburgischen Franc. Aufgrund mangelnder Münzprägestätten in Luxemburg werden die Münzen in Utrecht/Niederlande geprägt. Umgerechnet ergeben 40,3399 Luxemburgische Franc 1 Euro.
  • Luxemburgs Euro-Münzen

    Die luxemburgischen Euro-Münzen bilden allesamt den Großherzog Henri von Luxemburg ab - jedoch in drei verschiedenen Designs. Die 1-, 2- und 5-Cent-Münzen haben die Landesbezeichnung unter, die 10-, 20- und 50-Cent-Münzen neben dem Kopf des Großherzogs stehen, während dieser bei den Euro-Münzen nur zur Hälfte zu sehen ist. Die Linke Seite der Euro-Münzen ist komplett mit der Länderbeschreibung samt Jahrgang eingenommen.

m

  • Malta: Landeswährung vor dem Euro

    Die maltesische Lira war bis zur Währungsumstellung am 1. Januar 2008 die Währung Maltas. Eine Lira teilte sich in 100 Cents auf. Umgerechnet ergeben 0,4293 maltesische Lira 1 Euro.
  • Maltas Euro-Münzen

    Auf den 2- und 1-Euro-Münzen ist das Abbild des achtzackigen Kreuzes von Malta dargestellt. Die 50-, 20- und 10-Cent-Stücke zeigen das Wappen Maltas, welches die maltesische Identität hervorheben soll. Die 5-, 2- und 1-Cent-Münzen stehen für die Geschichte Maltas und bilden die Tempelanlage Mnajdra ab.
  • Maple Leaf

    Der Maple Leaf ist eine Münzprägung der Royal Canadian Mint und eine der berühmtesten Goldprägungen weltweit. Der Name Maple Leaf entstand durch das kanadische Ahorn auf dem Revers. Auf dem Avers hat sich im Laufe der Jahre das Motiv mit Queen Elisabeth II. aufgrund ihres Alters nur geringfügig verändert.
  • Mark und Markaa

    Die damalige finnische Markaa und die frühere Deutsche Mark haben einen erkennbar gleichen sprachlichen Ursprung. Vom Ende des 14. Jahrhunderts an bis ins 16. Jahrhundert war die lübische Mark des Wendischen Münzvereins die wichtigste Handelsmünze im Ostseeraum, auch in Finnland. Mark war in Deutschland früher vor allem eine Gewichtsbezeichnung. Sie stand in einem einfachen, in ganzen Zahlen auszudrückenden Verhältnis zum Pfund aus den Zeiten Karls des Grossen: Zwei Mark waren in Deutschland ein Pfund.
  • Markenheftchen

    Markenheftchen sind Zusammenstellungen ein oder mehrerer Heftblättern mit mehreren Marken gleicher oder verschiedener Wertstufen.
  • Maximumkarte

    Was eine Maximumkarte ausmacht ist, dass die Postkarte weitgehend mit dem Motiv der Briefmarke übereinstimmt. Ausserdem wird die Briefmarke auf die Bildseite der Karte geklebt und nicht wie gewöhnlich auf die Rückseite. Trotz das sich die Marke auf der Vorderseite befindet, kann sie mit einem Sonder- oder Ersttagsstempel versehen werden.
  • Medaillen, die ersten

    Schau- oder Gedenkprägungen mit Reliefdarstellungen zur Erinnerung an ein Ereignis oder eine geschichtliche Persönlichkeit. Die ersten Medaillen entstanden um 1400 in Burgund für den Herzog von Berry.
  • Medaillenbrief

    Umschlag mit Medaille bzw. Sonderprägung, passend zum jeweiligen Anlass des Briefes. Ähnlich Numisbrief.
  • Mischfrankatur

    Postalische Sendung, die mit mindestens zwei verschiedenen Briefmarken frankiert ist.
  • Monaco: Landeswährung vor dem Euro

    Französische Franc und Centimes waren vor dem Euro die Währung Monacos, wobei 100 Centimes 1 Franc ergaben. Umgerechnet ergeben 6,55957 Französische Franc 1 Euro. Die einzige Münzprägestätte befindet sich in Paris.
  • Monacos Euro-Münzen

    Das 2-Euro-Stück bis 2006 zierte das Porträt des Fürsten Rainier III., das 1-Euro-Stück zeigt ebenfalls Rainier mit seinem Sohn Prinz Albert als Doppelporträt. Die 10-, 20- und 50-Cent-Stücke zeigen das fürstliche Siegel der Grimaldis und auf den drei kleinsten Cent-Stücken ist das fürstliche Wappen abgebildet. Mit dem Tod von Fürst Rainier III. und der Inthronisation des neuen Fürsten Albert II. werden seit Dezember 2006 Münzen mit einer neuen nationalen Seite geprägt. Die 1-, 2- und 5-Cent-Stücke zeigen weiterhin das fürstliche Wappen, die 10-, 20- und 50-Cent-Stücke das Monogram von Fürst Albert II. und die Euro Münzen bilden das Porträt von Fürst Albert II. ab.
  • Monogramme

    Das Wort "Monogramm" bedeutet nichts anderes als "Einzelbuchstabe". Man versteht unter dem Begriff heute allerdings die meist kunstvoll ineinander verschlungenen Anfangsbuchstaben von Namen. Monogramme kommen schon in der Antike auf Münzen vor. Häufig sind sie vor allem auf Kleinmünzen des 17. bis 19. Jahrhunderts zu finden. Viele dieser Münzen kann man nur über die Monogramme zuordnen und bestimmen.
  • Motivphilatalie

    Der Aufbau einer Motivsammlung wurde vor einigen Jahren von vielen Sammlern anderer Richtungen noch als nutzlose Spielerei abgetan. Motivsammlungen sind aber heute Sammlungen nach überlieferten rein philatelistischen Grundsätzen absolut gleichgestellt, werden allerdings bei Ausstellungen nach einem speziellen Reglement bewertet. Die Motivphilatelie erfordert je nach gewähltem Thema intensive Arbeit und nicht zuletzt grössten Idealismus.
  • Münzbrief

    Der Münzbrief ist ein Numisbrief, mit einer Münze, die als offizielles Zahlungsmittel zulässig ist.
  • Münzen, die ersten

    Um zu vermeiden, dass bei jedem einzelnen Tausch- oder Zahlungspaket die entsprechende Menge Silber oder Gold abgewogen werden musste, kam es schon im Lyder- und Perserreich zur Prägung von Münzen, d.h. von gewichtsgleichen, einheitlich geformten Metallscheibchen mit obrigkeitlichem Siegel, durch den die ausgebende Stelle die Gewähr für Vollwichtigkeit und Metallgehalt der Stücke übernahm.
  • Münzen, handgeprägte

    Handgeprägte Münzen sind ohne Zuhilfenahme von Maschinen mit dem Hammer geschlagen. Bei dem Vorgang des Prägens hält eine Hand des Münzarbeiters den Oberstempel, der auf den Unterstempel mit dem daraufgelegten Schrötling gesetzt ist, die andere Hand schlägt mit einem kräftigen Hammerschlag auf den Oberstempel.
  • Münzmeisterzeichen

    Als Münzmeister wird generell der Leiter einer Münzstätte bezeichnet. Münzmeisterzeichen sind bei den aktuellen Euros ganz besonders gefragt. Denn gerade die Münzen von der Königlich Niederländischen Münzstätte weisen in ganz kleiner geprägter Form die verschiedensten Münzmeisterzeichen auf, wie z.B. Pfeil und Bogen (Chris van Draanen, Münzdirektor von 1988-1999), Pfeil und Bogen mit Stern (Erik van Schouwenberg, Übergangsjahr 2000), Weinrebe (Robert Bruens, 2001), Weinrebe mit Stern (Maarten T. Brouwer, 2002) und Segel (Maarten T. Brouwer, ab 2003).
  • Münzmetalle

    Münzmetalle Abkürzungen bei Münzmetallen:

    Silber: Ag
    Gold: Au
    Kupfer: Cu
    Nickel: Ni
    Kupfer/Nickel: Cu/Ni
    Zink: Zn
  • Münzsammler

    In der Sammlersprache spricht man bei Münzsammlern von "Numismatikern".

n

  • Nennwert

    Auch Frankatur- oder Freimachungswert bzw. Nominal genannt. Bezeichnung für den auf einer Briefmarke, Ganzsache u.a. in Ziffer und/oder Zahlwort ausgedrückten Betrag, zu welchem das Postwertzeichen am Schalter abgegeben und zur Freimachung einer Sendung verwendet werden kann. Bei Zuschlagsmarken ist der Zuschlagsbetrag im Nennwert nur indirekt enthalten, da dieser nicht als Frankaturwert angerechnet wird. Deshalb ist ein Zuschlagsbetrag fast stets gesondert in kleinerer Schriftgrösse als der eigentliche Nennwert angegeben.
  • Niederlande: Landeswährung vor dem EURO

    Vor der Umstellung zum Euro 1999 besassen die Niederlande den Niederländischen Gulden mit der kleineren Einheit Cent, wobei 100 Cent 1 Gulden ergaben. Umgerechnet ergeben 2,20371 Niederländische Gulden 1 Euro. Die Prägestätte der Niederlande befindet sich in Utrecht.
  • Niederländische Euro-Münzen

    Bis einschliesslich 2013 war auf den niederländischen Euro- und Centmünzen das Porträt von Königin Beatrix in zwei verschiedenen Versionen zu sehen.

    Zum 30. April 2013 dankte Königin Beatrix ab und übergab ihr Amt ihrem ältesten Sohn Willen-Alexander! Ab dem 2014er Jahrgang ziert somit König Willem-Alexander der Niederlande die nationalen Münzen! Sein Porträt wird ebenfalls in zwei verschiedenen Versionen geprägt.

    Die Niederlande sind das einzige Land, in dem sich die Münzmeisterzeichen häufig gewechselt haben, was diesen Münzsatz sehr interessant macht:

    1999: Pfeil und Bogen - Chris van Draanen
    2000: Pfeil und Bogen mit Stern - Erik J. van Schouwenberg
    2001: Weinrebe - Robert Bruens
    2002: Weinrebe mit Stern - Maarten T. Brouwer
    ab 2003: Segel - ebenfalls Maarten T. Brouwer
  • Nominalwert

    Der Geldbetrag, der auf der Briefmarke eingedruckt wird und zu dem sie an der Post verkauft wird.
  • Nordisches Gold

    Nordisches Gold ist ein modernes Münzmetall, das vor allem einen Vorteil hat: Es ist frei von Nickel, das bei einigen Menschen Allergien auslösen kann. Die Münzen der Euroländer (10, 20 und 50 Cent) sind deshalb aus "Nordischem Gold" geprägt worden. Dieses Metall besteht zu 89% aus Kupfer mit einem Anteil von 5% Aluminium, 5% Zink und 1% Zinn. Und genau diese Mischung gibt der Legierung eine goldgelbe Farbe.
  • Notgeld

    In Kriegs- und Krisenzeiten aus Geldmangel ausgegebene Münzen und Banknoten. Notgeld gibt es aus den verschiedensten Materialien und wurde teilweise auch von privaten Institutionen und Städten ausgegeben.
  • Numisbrief

    Der Numisbrief bezeichnet einen Ersttagsbrief, der neben der Marke eine zum Thema passende Münze enthält.
  • Numismatik

    Unter Numismatik versteht man die wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Geld. Die Münzkunde beschäftigt sich auch mit der Entstehungsgeschichte der Münzen.
  • Numismatiker

    Münzsammler heißen in der Sammlersprache "Numismatiker".

o

  • Olympia-Marken

    Das Thema Sport auf Briefmarken ist bei Motivsammlern besonders beliebt, ist jedoch derart umfangreich geworden, dass eine Beschränkung auf eine Disziplin meist unumgänglich ist. Man kann aber auch auf die zu den olympischen Spielen erscheinenden Sondermarken ausweichen und bekommt damit viele schöne und interessante Marken aus aller Welt in das Album. Die ersten Olympia-Marken erschienen 1896 in Griechenland anlässlich der ersten neuzeitlichen Spiele nach klassischem Vorbild.
  • Omnibusserie

    Bezeichnung für Sonder- oder Gedenkmarken, die mit genau gleicher Bildzeichnung in mehreren zusammengehörigen Gebieten erscheinen.
  • One Penny Black

    Die Briefmarke hat ihren Ursprung in Großbritannien, wo sie am 1. Mai 1840 vorgestellt wurde. Bekannt geworden ist sie unter dem Namen One Penny Black oder Penny Black, da der Nominalwert der Marke einen Penny beträgt und sie mit schwarzer Farbe gedruckt wurde. Ab dem 6. Mai konnte die Briefmarke das erste Mal verwendet werden. Die One Penny Black ist ungezähnt und zeigt als Motiv das Profil von Königin Victoria. Am oberen Rand steht das Wort POSTAGE, am unteren Rand der Nominalwert ONE PENNY. Eine Länderbezeichnung wurde nicht verwendet, da es ja zu dem Zeitpunkt keine anderen Briefmarken gab. Die One-Penny-Black-Marke war nur ein Jahr in Gebrauch, danach wurde sie durch die Penny Red ersetzt. Bei Sammlern ist die One Penny Black nach wie vor äußerst begehrt. Die Einführung dieser ersten Briefmarke war Teil der britischen Postreform von Sir Rowland Hill (3.12.1795 – 27.8.1879). Er gilt als der „Vater der Briefmarke“ und entwickelte 1837 die Idee für die sogenannte Portoquittung, der heutigen Briefmarke.
  • Ortsstempel

    Bezeichnung für Stempel, die den Namen des Postortes erhalten.

ö

  • Österreich: Landeswährung vor dem EURO

    Schilling und Groschen wurde die Währung Österreichs vor dem Euro genannt. 100 Groschen ergaben 1 Schilling. Der Tauschkurs liegt bei 13,7603 Schillinge für 1 Euro. Österreichs einzige Münzprägestätte befindet sich in der Hauptstadt Wien.
  • Österreichische Euro-Münzen

    Neben der Wiederholung der Wertangabe auf jeder der österreichischen Euro-Münzen, werden sie von der Friedenskämpferin Bertha von Suttner (2 Euro), Wolfgang Amadeus Mozart (1 Euro), der Wiener Secession (50 Cent), dem Barockschloss Belvedere (20 Cent) und dem gotischen Stephansdom (10 Cent) geziert. Das 5 Cent-Stück zeigt eine Alpenprimel, das 2-Cent-Stück ein Edelweiß und das 1-Cent-Stück einen Enzian.

p

  • Penny Black

    Bezeichnung aus der Sammlersprache für das erste aufklebbare Postwertzeichen der Welt.
  • Philatelie

    Bezeichnung für die Briefmarkenkunde, entstanden aus den griechischen Wörtern philos = Freund und attileia = Gebührenfreiheit.
  • Philatelisten

    In der Sammlersprache werden Briefmarkensammler als "Philatelisten" bezeichnet.
  • Pillar box, Briefkasten der britischen Royal Mail

    Die Royal Mail kann ihre Geschichte bis in das Jahr 1516 zurückverfolgen, als Heinrich VIII. einen „Master of the Posts“ ernannte. Der Royal Mail Postdienst wurde 1635 durch Charles I. der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Damals mussten Briefe noch an Poststationen abgegeben werden, was gerade in ländlichen Gegenden sehr beschwerlich und aufwendig gewesen ist.

    Das Aufkommen der Briefkästen, der sogenannten freistehenden “pillar boxes”, kann auf Sir Rowland Hill, Sekretär des Generalpostmeisters und Erfinder der Briefmarke, zurückgeführt werden. Eingeführt wurden die ersten Briefkästen im Jahre 1852.

    Heute gibt es mehr als 115.000 solcher Briefkästen, die im ganzen Königreich allgegenwärtig sind. Ca. 800 verschiedene Ausführungen sind dabei zu finden. Traditionell tragen alle Briefkästen die Initialen des Monarchen, der bei der Aufstellung des jeweiligen Exemplares regierte und so kann man das ungefähre Alter einer jeden „pillar box“ recht schnell bestimmen.

    Sogar eine eigene Gesetzesklausel gibt es über diesen gusseisernen Veteran der Royal Mail: 98% der Bevölkerung sollen es nicht weiter als eine halbe Meile von ihrer Wohnung zum nächsten Briefkasten haben – und das sind immerhin nur rund 800 Meter.
  • Pinzette

    Das wichtigste Werkzeug des Sammlers, da die Marken niemals angefasst werden sollen, ist die Pinzette.
  • Plattenfehler

    Fehler im Markenbild, im Auf- oder Überdruck. Entstanden durch Beschädigungen an der Druckform.
  • Polierte Platte

    8 wichtige Hinweise für den richtigen Umgang mit Münzen und Gedenkprägungen der höchsten Prägequalität:

    1. Die feinmattierten Reliefs auf dem vollspiegelnden Münzgrund sind höchste Prägequalität und deshalb sehr empfindlich. Sachgemässer Umgang mit Münzen und Gedenkprägungen ist deshalb die Grundvoraussetzung für den makellosen Erhalt der höchsten Prägequalität Polierte Platte.

    2. Der beste Platz für die sachgemässe Aufbewahrung ist die Präsentationskassette, die an einem gut klimatisierten Ort stehen sollte; d.h. nicht zu warm und nicht zu kalt, nicht zu feucht und nicht zu trocken.

    3. Wann immer Sie Ihre Münzen betrachten wollen: Lassen Sie sie immer in der vor Staub und Kratzern schützenden Klarsichtkapsel.

    4. Natürlich wird es häufig Situationen geben, in denen Sie die Klarsichtkapseln als störend empfinden. Für das Herausnehmen aus der Kapsel gilt dann als Grundregel: Immer nur mit zwei Fingern und nur am Rand anfassen. Denn schon Fingerabdrücke auf dem spiegelnden Münzgrund hinterlassen immer währende Spuren. Am besten nur mit Baumwollhandschuhen anfassen.

    5. Legen Sie Ihre Münzen nie auf rauen Oberflächen ab.

    6. Schützen Sie Ihre wertvollen Sammelstücke vor jeglicher Nachpolitur. Hin- und Herschieben selbst auf Samtunterlagen sowie die vorsichtigsten Polierversuche mit weichstem Spezialtuch und auch die Reinigung im speziellen Silbertauchbad zeigen unerwünschte Folgen: Die feinmattierten Reliefs erhalten dadurch Glanzlichter, die der Prägequalität Polierte Platte nicht mehr entsprechen.

    7. Um lupenreine Schönheit zu erhalten, sollten Sie möglichst auf den Einsatz von Pinzetten verzichten. Selbst Pinzetten mit weichen, spezialbeschichteten Greifflächen hinterlassen auf Dauer ihre Spuren.

    8. Es ist ganz normal, dass echte Silbermünzen im Laufe der Zeit leicht blau-schwarz anlaufen (Oxydation). Die ist kein Qualitätsmangel und hat keine Wertminderung zur Folge, wenn nicht schon vorher durch Fingerabdrücke oder andere Einflüsse Schäden entstanden sind.
  • Portugal: Landeswährung vor dem Euro

    Vor dem Euro besass die portugiesische Republik den Escudo und die Centavos, wobei 100 Centavos 1 Portugiesischen Escudo ausmachten. Um einen Euro zu erhalten, müssen 200,482 Escudos umgetauscht werden. In Lissabon befindet sich Portugals einzige Münzprägestätte.
  • Portugals Euro-Münzen

    Die Portugiesen stellen auf ihren Münzen drei verschiedene historische Siegel vom Gründer des portugiesischen Reiches, dem König Alfonso Henriques, aus dem 12. Jahrhundert dar. Sie sind umgeben von sieben Burgen und fünf Wappenschilden. Zwischen diesen Symbolen befinden sich die Buchstaben des Landesnamens sowie die Jahreszahl. Im äußeren Münzkreis sind die europäischen Sterne abgebildet.
  • Postfrische

    Ist eine Marke in einem unbenutzten Zustand und die Gummierung völlig unberührt, so ist diese postfrisch.
  • Postwertzeichen

    Amtlicher Begriff für alle Arten von aufklebbaren Wertzeichen, die zur Verrechnung von Beförderungsgebühren dienen.
  • PP

    PP ist die Abkürzung für die höchste Prägequalität "Polierte Platte" (siehe auch: Polierte Platte).
  • Prägefrisch

    Erhaltungsgrad von Münzen, die noch nicht im Umlauf waren und vollen Stempelglanz aufweisen. Diese unzirkulierten Münzen dürfen lediglich minimale Schäden vom Prägen, Verpacken und Transportieren aufweisen. Auch "bankfrisch" genannt.
  • Prägezeichen

    Damit man schnell herausfinden kann, wo eine Münze geprägt wurde, findet man auf vielen Münzen so genannte Münz- bzw. Prägezeichen. In Deutschland z.B. ist das ein Buchstabe, der sich auf der Wertseite der Münze befindet. Anhand dieses Buchstabens kann man erkennen, ob die Münze in

    Berlin (A)
    München (D)
    Stuttgart (F)
    Karlsruhe (G)
    oder in Hamburg (J)

    geprägt wurde.
  • Preise

    In Briefmarkenkatalogen erscheinen immer zwei Preise für die Briefmarken, Blocks und Bögen. Links angegebene Preise gelten für ungestempelte Marken. Rechts hingegen stehen Preise für gestempelte Marken, Blöcke und Bögen. Bei den Preisen handelt es sich um international gültige Tagespreise.

q

  • Qualitätsbezeichnung

    Für alle Sammelgegenstände haben sich Begriffe für den Erhaltungszustand herausgebildet. Für Briefmarken, Ganzbriefe, Ganzsachen usw. sind als Qualitätsbezeichnung gebräuchlich: Luxusstück, Kabinettstück, Prachtstück, feinst, fein, sehr schön, Durchschnittserhaltung, unterschiedliche Erhaltung, beschädigt, Knochen; auch angeschnitten, berührt, dezentriert u.ä. Begriffe können als Qualitätsbezeichnung verstanden werden, doch sind diese z.B. mit fein teilweise schon umschrieben.
  • Qualitätsprüfung

    Festellung, ob Marken Originale sind. Ausserdem Prüfung auf Schäden.
  • Quedlinburg, 100-Euro-Goldmünze

    Im Jahr 2003 wurde eine Goldmünze zu Ehren der "UNESCO Welkulturerbestadt Quedlinburg" geprägt. Die Münze war der Start für eine deutsche 100-Euro-Goldserie, in der pro Jahr eine Goldmünze geprägt wird. Ein 999er Goldgehalt und eine Auflage von nur 80.000 Münzen pro Prägestätte (insgesamt nur 400.000 Exemplare geprägt) machen diese Prägung zu einer einzigartigen Goldmünze.

r

  • Randstück

    Marke mit noch anhängendem, zugehörigen Teil des Seitenrandes.
  • Rarität

    Bezeichnung aus der Sammlersprache für sehr seltene Marken, Ganzsachen, Ersttagsbriefe, Stempel, usw.!
  • Rayon-Marken

    Begriff aus der Sammlersprache für die Marken der Schweiz.
  • Reichsmark

    Die Reichsmark (Abk.: RM) wurde in Deutschland durch das Münzgesetz vom 30. August 1924 als Nachfolgewährung der Rentenmark als offizielles Zahlungsmittel eingeführt. Die Münzen mit den Nominalen 1, 2, 4, 5, 10 und 50 Reichspfennig, sowie 1, 2, 3 und 5 Reichsmark waren bis zur neuerlichen Währungsreform 1948 im Umlauf.
  • Restsammlung

    Bezeichnung aus der Sammlersprache für Sammlungen, denen die wertvolleren Briefmarken und Sätze entnommen sind und einzeln angeboten bzw. anderweitig verkauft wurden. Da der Preis für Restsammlungen meist weit unter dem zu errechnenden Gesamtkatalogwert liegt und selten mit vielen doppelten Briefmarken zu rechnen ist, ist der Erwerb wesentlich empfehlenswerter als der von Kiloware, Lots oder Paketen. Das Material aus Restsammlungen ist zum Ausbau einer Anfängersammlung besonders geeignet.
  • Rollenmarken

    Bezeichnung für aus Markenrollen stammende Marken. Von interessierten Sammlern oft je nach Form der Rolle gesammelt.
  • Royal Philatelic Society

    Die britische "Königliche Philatelistische Gesellschaft" ist eine der bedeutendsten philatelistischen Organisationen der Welt. Im Jahr 1869 gegründet, nannte man die Gesellschaft bis zum Jahre 1906 die "London Philatelic Society". Die Organisation verfügt über eine beeindruckende und umfangreiche Fachbibliothek und zahlreiche Fälschungssammlungen.

s

  • S

    Erhaltungsgrad S = Schön. Eine durch längeren Umlauf beträchtlich abgenutzte Kursmünze mit erkennbaren Reliefkonturen. Unterste Grenze einer sammelwürdigen Münze.
  • San Marinos Euro-Münzen

    Auf dem 2-Euro-Stück ist der Regierungspalast abgebildet, das 1-Euro-Stück ist geziert mit dem Staatswappen von San Marino. Das 50-Cent-Stück zeigt die drei Festungstürme Guaita, Cesta und Montale, auf dem 20-Cent-Stück ist der heilige Marinus nach einem Gemälde von Guercino abgebildet. Das 10-Cent-Stück zeigt die Pfarrei Basilica del Santo, auf dem 5-Cent-Stück ist der erste Festungsturm des Monte Titano "La Guaita", die Freiheitsstatue auf dem 2-Cent-Stück und auf dem 1-Cent-Stück ist der dritte Festungsturm, der "Il Montale" zu sehen.

    Ab 2017 ändert San Marino das Design auf den Euro-Kursmünzen!

    Auf dem 2-Euro-Stück ist der heilige Marinus abgebildet, nach einem 1640 von Giovan Battista Urbinelli (1605-1663) geschaffenen Altarbild aus dem Kloster Santa Chiara, heute im Staatsmuseum San Marino. Und auf dem 1-Euro-Stück ist einer der drei Festungstürme zusehen, Festungsturm "Cesta" aus dem 13. Jahrhundert. Auch auf dem 50-Cent-Stück ist der heilige Marinus dargestellt, Detail eines 1894 geschaffenen Gemäldes von Emilio Retrosi (1858-1911), im Saal des Regierungspalastes Palazzo Pubblico. Das 20-Cent-Stück zeigt die drei Festungstürme San Marinos "Il Montale", "Cesta", "La Guaita", die bereits auf dem alten 50-Cent-Stück aus der ersten Prägeserie (2002-2016) waren die drei Festungstürme zusehen. Das 10-Cent-Stück zeigt die Fassade der 1361 erbauten Klosterkirche Chiesa di San Francesco. Das 5-Cent-Stück die Kapuzinerkirche St. Quirino, erbaut 1549, mit dem 1928 von Edoardo Collamarini (1863-1928) errichteten Denkmal Franz von Assisis, dessen Skulptur Silverio Montaguti (1870-1947) schuf. Auf dem 2-Cent-Stück ist Porta San Francesco, während der Kreuzzüge im 13. Jahrhundert als Schutz gegen die Armee der Malatesta erbautes Stadttor abgebildet. Und auch das Staatswappen von der 1-Euro-Münze San Marino (2002-2016) darf in der Prägeserie nicht fehlen. Ab 2017 ist das 1-Cent-Stück geziert mit dem Staatswappen von San Marino. Auf jeder Münze stehen der Schtriftzug SAN MARINO und der Buchstabe "R" für die Prägestätte Rom. Die Nominalseite der Münzen von 2 Cent bis 2 Euro wurde zusätzlich mit dem Signet "AL" für den Designer Arno Ludwig versehen.
  • San-Marino: Landeswährung vor dem Euro

    Die Landeswährung der Republik San Marino war bis zu der Währungsumstellung am 1. Januar 2002 die San-marinesische Lira. Die kleinste Währungseinheit San Marinos waren Centesimi, 100 Centesimi ergaben 1 Lire. Der Umtauschkurs San-marinesische Lira/Euro lautet: 1936,27 Lira = 1 Euro.
  • Sandwichmünzen

    Das Sandwich ist, wenn man so will, das älteste Fastfood der Welt - benannt nach dem vierten Earl of Sandwich. Dieser klappte beim Karten spielen zwei Scheiben Brot mit Fleisch zusammen, um sich die Finger nicht schmutzig zu machen. Seinem Mitspieler gefiel das so gut, dass er ein "Brot wie Sandwich" verlangte, das war die Geburtsstunde des "Sandwich".

    Sandwichmünzen dagegen sind aus verschiedenen Schichtwerkstoffen hergestellt, z.B. die 2-DM- und 5-DM-Stücke der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Werkstoff wird MAGNIMAT genannt.

    Er besteht aus Kupfernickel an den Oberflächen und hat einen magnetisierbaren Nickelkern. Dadurch ist er automatensicher.
  • Satz

    Zwei oder mehrere durch den Ausgabeanlass zusammengehörige Marken mit gleicher oder verschiedener Darstellung.
  • Schiffspost

    Posteinrichtung an Bord von Schiffen, die nicht von einem Postbeamten, sondern nur von einem Zahlmeister oder Schiffsoffizier betreut werden.
  • Schilling

    Den Schilling gab es vom 14. Jahrhundert bis zum Jahr 1971 in England und vor der Euro-Einführung im Jahr 2002 auch in Österreich. Seit der Reform Karls des Grossen war der Schilling die zweitgrösste Gewichtseinheit nach dem Pfund.

    Nach 1300 wurden Münzen geprägt, die 12 Pfennige wert waren und Schilling hiessen, vor allem im norddeutschen Raum von Hamburg bis Wismar. Bis 1855 gab es in Hamburg Schillinge als Kleingeld. Schillinge wurden auch in Franken und Schwaben geprägt, später in der Schweiz.

    Der Name Schilling stammt vom gotischen skilding ab (= eine Art Schild); so nannten die Germanen die oströmischen Goldmünzen, die sie als Schmuck trugen.
  • Schmuckumschlag

    Amtlich oder privat verausgabter Briefumschlag mit einem auf dem linken Drittel der Anschriftenseite angebrachten Zudruck, der auf den ersten Ausgabetag einer Marke, einer Veranstaltung oder ähnlichem verweist.
  • Schrot und Korn

    Wenn ein Mensch "von echtem Schrot und Korn" ist, hat er einen untadeligen Charakter. Die Redewendung stammt aus der Welt der Münzen. Schrot bezeichnete das Rau- bzw. Gesamtgewicht einer Münze, während Korn für das Feingewicht stand, das heisst für ihren Edelmetallanteil. Besonders in Krisenzeiten wurde an diesen beiden Grössen gerne manipuliert, weshalb unverfälschte Münzen "von echtem Schrot und Korn" hoch angesehen waren.
  • Schwarzer Einser

    Der "Schwarze Einser", so wie der "Bayern 1 Kreuzer" auch genannt wird, ist zum Symbol für den Aufbruch in eine moderne Postzeit geworden, obwohl an jenem 1. November 1849 im Königreich Bayern auch Marken zu drei und sechs Kreuzern erschienen. Warum nun gerade diese Briefmarke zu diesem Symbol wurde ist ganz einfach: Unter Philatelisten gilt die Marke mit dem niedrigsten Nennwert als erste Ausgabe. Chancen diesen "Schwarzen Einser" zu finden stehen gar nicht so schlecht, da dieser in einer Auflage von über 830.000 Stück gedruckt wurde. Um diese Marke aber auch sein Eigen zu nennen, muss man genügend Geld dabei haben: Ein postfrisches Stück liegt je nach Erhaltung bei 850 Euro und eine gestempelte Ausgabe liegt sogar bei stattlichen 2.500 Euro.
  • Schwingen

    Die schweizer Sportart Schwingen ist eine Variante des Ringens, die in einem Ring, gefüllt mit Sägemehl, ausgeübt wird. Im dem Land Wilhelm Tells gilt Schwingen als die beliebteste Nationalsportart. Der Kampf ist beendet, sobald ein Schwinger an seiner Schwinghose vom Gegenüber festgehalten wird und zugleich mit beiden Schulterblättern oder 2/3 des Rückens den Boden berührt. Selbstverständlich bietet Ihnen SRH einzigartige Sammel-Sensationen zu dieser begehrten schweizer Sportart an. Schauen Sie einfach in unseren Shop oder kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter!
  • Selbstklebende Marken

    Marken die von alleine am Umschlag haften. Rückseitig mit abziehbaren Wachs- oder Silikonpapier abgedeckt.
  • Sir Rowland Hill

    1795 wurde der spätere Erfinder der Briefmarke Sir Rowland Hill geboren. Am 6. Mai 1840 erschien mit der Genehmigung des britischen Parlaments die erste Briefmarke der Welt, die legendäre One Penny Black. 1843 folgten die Zürich 4 und 6, die ersten Briefmarken der Schweiz. Die weltweit bekannteste Ausgabe, die Blaue Mauritius, wurde 1847 herausgegeben. 1879 verstarb Sir Rowland Hill, inzwischen Generalpostmeister seiner Majestät. Die gleichnamige Gesellschaft Sir Rowland Hill Ltd. wurde 1978 in London gegründet. Eine Gesellschaft, die Ihnen mit Rat und Tat in allen Fragen zu ihrem Hobby jederzeit behilflich ist.

  • Slowakei: Landeswährung vor dem Euro

    Die Landeswährung der Slowakischen Republik war bis zu der Währungsumstellung am 1. Januar 2009 die slowakische Krone. Die kleinste Währungseinheit der Slowakei waren Heller, 100 Heller ergaben 1 Krone. Der Umtauschkurs slowakische Krone/Euro lautet: 30,126 slowakische Kronen = 1 Euro.
  • Slowakische Euro-Münzen

    Auf den 2- und 1-Euro-Münzen ist das slowakische Wappen, das Doppelkreuz auf drei kleinen Bergen, dargestellt. Die 50-, 20- und 10-Cent-Münzen bilden die Burg Bratislava ab. Auf den 5-, 2- und 1-Cent-Münzen ist der Berg Krivan in der Hohen Tatra zu sehen.
  • Slowenien: Landeswährung vor dem Euro

    Die Landeswährung der Republik Slowenien war bis zu der Währungsumstellung am 1. Januar 2007 der slowenische Tolar. Die kleinste Währungseinheit Sloweniens waren Stotin, 100 Stotin ergaben 1 Tolar. Der Umtauschkurs slowenischer Tolar/Euro lautet: 239,640 slowenische Tolar = 1 Euro.
  • Sloweniens Euro-Münzen

    Auf der 2-Euro-Münze ist der Nationaldichter France Preseren mit dem ersten Vers der siebten Strophe der slowenischen Nationalhymne abgebildet. Die 1-Euro-Münze zeigt das Bildnis von Primoz Trubar. Der Berg Triglav, der grösste Sloweniens, ziert das 50-Cent-Stück. Das 20-Cent-Stück zeigt zwei Lipizzaner. Das 10-Cent-Stück stellt einen Entwurf für ein (nicht verwirklichtes) Parlamentsgebäude dar. Auf der 5-Cent-Münze ist ein Sämann abgebildet, der dreizehn Sterne säht. Das Abbild der 2-Cent-Münze ist der Fürstenstein zu Kärnten. Ein Storch, dasselbe Motiv wie auf der früheren 20-Tolar-Münze, ziert die 1-Cent-Münze.
  • Soldatenmarke

    Marken, die von Soldaten auf Umschläge für deren Angehörige geklebt wurden.
  • Sondermarken

    Marke die zu einem bestimmten Anlass wie z.B. einer Ausstellung angefertigt werden.
  • Sonderstempel

    Stempel zu zeitlich und örtlich begrenzten Ereignissen.
  • Sowjetische Zone

    Unter Sammlern allgemein übliche Bezeichnung für die Markenausgaben des von Russland nach dem 2. Weltkrieg besetzten Gebietes.
  • Spanien: Landeswährung vor dem Euro

    In Spaniens Hauptstadt Madrid werden heutzutage die spanischen Euro geprägt. Vor der Umstellung auf den Euro wurden dort Spanische Peseta und Céntimos geprägt, wobei 100 Céntimos 1 Spanischen Peseten ergaben. 166,386 Peseten müssen umgetauscht werden, um einen Euro zu erhalten.
  • Spaniens Euro-Münzen

    Die 2- und 1-Euro-Münzen ab 2002 sind mit dem Antlitz des spanischen Königs Juan Carlos I. geziert. Der Schriftsteller Miguel de Cervantes ("Don Quijote") ist auf den 50-, 20- und 10-Cent-Stücken zu sehen. Auf den drei kleinsten Werten ist die Kathedrale von Santiago de Compostela abgebildet. Ab 2010 prägte Spanien "aktualisierte" Euro-Münzen. Die 2- und 1-Euro-Münzen bildeten nun den "gealterten" Juan Carlos ab. Ausserdem rückte die Jahreszahl links und das Monogramm rechts neben den Kopf von König Juan Carlos!

    Nachdem Juan Carlos im Jahr 2014 zurücktrat, ziert ab dem Jahr 2015 das Porträt von König Felipe die 2- und 1-Euro-Münzen!
  • Sperrwert

    Der Begriff Sperrwert kommt aus der Sammlersprache und bezeichnet eine Marke aus einem Satz, die absichtlich in geringerer Auflage als die dazugehörigen Marken gedruckt wurde. Die komplette Auflage eines Satzes kann daher nur so gross sein wie die Auflage des Sperrwertes. Die bekanntesten Sperrwerte kommen aus der ehemaligen DDR.
  • SS

    Erhaltungsgrad SS = Sehr schön. Nicht übermässige Spuren des Umlaufs und normale Abnutzungserscheinungen an den höchsten Stellen des Reliefs.
  • ST

    Erhaltungsgrad ST = Stempelglanz oder prägefrisch oder bankfrisch. Bei Automatenprägungen von Umlaufmünzen können durch den Ausstoss der Münzen nach der Prägung in bereitstehende Behälter geringfügige Kratzer und Schleiffstellen entstehen. Jede Einzelheit auf der Münze ist deutlich erkennbar.
  • Stempel

    Gestempelt oder ungestempelt? Für den Sammler eine Gretchenfrage. Für den einen beeinträchtigt eine gestempelte Marke die Wirkung des Bildes. Für den anderen ist es wichtig, dass die Marke auch wirklich ihrem Zweck gedient hat.

    Ein Rat: Man sammle entweder gestempelt oder ungestempelt, so zeigt Ihre Briefmarkensammlung ein einheitliches Bild.
  • Stickereimarke Helvetia von 2000

    Diese weltweit erste Stickereimarke wurde im Jahr 2000 an der Nationalen Briefmarkenausstellung in St. Gallen der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Schweizerische Post liess diese Marke zu ehren der St. Galler Stickerei-Kunst von dem Designer Peter Hostettler entwerfen. Als Material diente Polyestergewebe. Heute ist ein kompletter Stickereibogen dieser Ausgabe mit 300 Euro katalogisiert.

t

  • Tagesstempel

    Seit Mitte der 30er Jahre in Deutschland übliche amtliche Bezeichnung für die Markenentwertung, auf Einlieferungsschein u.a. verwendete Stempel mit Ortsnamen und sonstige postalische Angaben. In der philat. Literatur wird meist von Ortsdatumstempel gesprochen, um einen deutlichen Unterschied zwischen den früher gebräuchlichen Ortsstempeln (ohne Datum), den nur der Markenentwertung dienenden Stempeln (z.B. Nummernstempel), Datumstempeln und vielen sonstigen Stempelarten machen zu können. Es gibt je nach Land und Sprache verschiedene Benennungen für Tagesstempel, die teils auch deren äussere Form berücksichtigen.
  • Teilauflage

    Aus verschiedenen Gründen nicht am Postschalter verausgabte Reste einer Gesamtauflage.
  • Teilgezähnt

    Ist eine Marke nur von einer, zwei oder drei Seiten gezähnt, so nennt man dies teilgezähnt.
  • Telefonkarten

    Ursprünglich zum bargeldlosen Telefonieren erfunden, haben sich die kleinen bunten Plastikkarten in einem beispiellosen Boom zu DEM Sammelobjekt der neunziger Jahre entwickelt.
  • Themen-Sammlungen

    Als Themen-Sammlungen bezeichnet man Münzsammlungen mit bestimmten Motiven, wie zum Beispiel Tiere, Schiffe oder Könige. Das beliebteste Motiv sind die "Olympischen Spiele". Bereits im frühen Griechenland wurden zur Erinnerung an die grossen Sportler und ihre Siege Münzen geprägt. Die erste Gedenkmünze der neuzeitlichen Olympischen Spiele wurde zu den Spielen 1951/52 in Helsinki ausgegeben.

ü

  • Überdruck

    Aus besonderem Grund mit neuer Wertangabe versehene Marke.

u

  • Ungebraucht

    Eine nicht entwertete Briefmarke nennt der Sammler ungebraucht im Gegensatz zu dem gestempelten, dem gebrauchten Exemplar. Postfrische Briefmarken sind also ungebraucht. Eine ungebrauchte Briefmarke aber ist nicht immer postfrisch, so z.B. wenn das Gummi beschädigt ist.
  • Unze

    Eine Unze ist eine internationale Gewichtseinheit (lateinisch Uncia‚ ein Zwölftel), die englische Bezeichnung ist ounce. Man unterscheidet hierbei zwischen der gewöhnlichen Unze und der Feinunze.

    Die gewöhnliche Unze, die in vielen Ländern häufig bei Lebensmitteln benutzt wird, hat das Einheitenzeichen „oz“ und beträgt umgerechnet etwa 28,35 Gramm.

    Die Feinunze mit dem Einheitenzeichen „oz. tr.“ (engl. Troy Ounce) wird für Edelmetalle verwendet. Ihr Gewicht entspricht 31,1034768 g. Allerdings bezieht sich die Gewichtsangabe aber nur auf den Edelmetallanteil. Das Gewicht eventueller Verunreinigungen wird dementsprechend vom Gesamtgewicht abgezogen. Weltweit werden Gold-, Silber-, Platin- und Palladiumpreise in US-Dollar pro Feinunze angegeben.
  • Unzirkulierte Münzen

    Unzirkulierte Münzen waren weder im Umlauf, noch weisen Sie gravierende Beschädigungen auf.
  • Urmarke

    Philatelistischer Begriff für eine Briefmarke, die aus verschiedenen Gründen durch Auf- oder Überdruck verändert nochmals verausgabt wird. Dazu werden Restbestände oder Teilauflagen herangezogen, andererseits aber kann auch eine Neuauflage von den Originaldruckformen hergestellt und diese dann mit Auf- bzw. Überdruck versehen zur Verwendung kommen. Häufig sind solche Neuauflagen auch in gänzlich anderen Farben gedruckt worden.

v

  • Vatikan: Landeswährung vor dem Euro

    Wie Italien und San Marino besass auch die Vatikanstadt vor dem Euro die Lira und die Centesimi. Die vatikanische Lira war bis zur Währungsumstellung am 1. Januar 2002 die offizielle Umlaufwährung im Vatikan. Der Wechselkurs betrug 1 Euro = 1936,27 Lira.
  • Vatikanische Euro-Münzen

    Von 2002 bis 2005 prägte der Vatikan alle seine Euro-Münzen mit dem Antlitz Papst Johannes Paul II., dem ehemaligen Oberhaupt des Vatikan.

    Während der Sedisvakanz 2005, der Zeit ohne Papst, wurden die Euro-Münzen mit dem Wappen des damaligen Kardinalskämmers Eduardo Martinez Somalo veröffentlicht. Ab 2006 bis 2013 prägte der Vatikan das Abbild des Papstes Benedikt XVI. auf seine Euro-Münzen. Zum 28. Februar 2013 legte Papst Benedikt XVI. sein Pontifikat nieder. Erneute Sedisvakanz-Euro-Münzen gab der Vatikan nicht heraus.

    Ab 2014 ziert der erste Papst aus Südamerika, Franziskus, die Euro-Münzen des Vatikan. Papst Franziskus wurde zwar bereits am 13. März 2013 gewählt, der Vatikan entschloss sich jedoch die ersten Münzen mit seinem Abbild erst 2014 herauszugeben.
  • Vatikanische Euro-Münzen, 1. Prägeserie (2002–2005)

    Die erste Prägeserie zeigte auf der nationalen Seite das Profil des nach links blickenden Papst Johannes Paul II.! Der Entwurf stammte von Guido Veroi und wurde von Uliana Pernazza graviert.

    Besonderheit: Die Euromünzen des Jahrgangs 2005 waren zum Zeitpunkt des Todes von Papst Johannes Paul II. bereits geprägt. Deshalb wurden sie dennoch im Mai 2005 herausgegeben.
  • Vatikanische Euro-Münzen, 2. Prägeserie (2005)

    Sedevakanz: Nach dem Tod von Johannes Paul II. wurde ein Euromünzensatz geprägt, der auf der nationalen Seite die Insignien der Apostolischen Kammer sowie das Wappen des Kardinalkämmerers Eduardo Martínez Somalo und den Schriftzug ·SEDE·VACANTE·MMV· zeigt. Das Motiv wurde von Daniela Longo entworfen und die Auflage betrug 60.000 Exemplare.
  • Vatikanische Euro-Münzen, 3. Prägeserie (2006–2013)

    Erstmals am 27. April 2006 wurden die vatikanischen Euromünzen mit dem Porträt von Papst Benedikt XVI. in Umlauf gebracht. Hier ist wie bereits zuvor die Gestalterin aller Motive Daniela Longo. Die mit der neuen erweiterten Europakarte versehene Vorderseite wurde 2007 eingeführt – allerdings brachte der Vatikan diese Änderung erst ein Jahr später, im Jahre 2008 heraus.
  • Vatikanische Euro-Münzen, 4. Prägeserie (ab 2014)

    Nach dem Rücktritt von Benedikt XVI. wurde am 13. März 2013 mit Papst Franziskus der erste Südamerikanische Papst gewählt und auch die folgende Münzserie wurden mit seinem Abbild versehen.

    Besonderheit: Erstmals gibt es auf den Kursmünzen drei verschiedene Abbildungen des regierenden Papstes.
  • Vatikanische Euro-Münzen: Neue Münzmotive aus dem Vatikanstaat ab 2017!

    Die neuen Münzmotive ab 2017 zeigen das Wappen des Staatsoberhaupts des Staats Vatikanstadt, Papst Franziskus. Das Münzzeichen "R" der Prägeanstalt ist unten links und das Ausgabejahr "2017" unten rechts zu erkennen. Auf dem äußeren Münzring sind die zwölf Sterne der Europaflagge dargestellt.
  • Verstempelt

    Begriff aus der Sammlersprache für gebrauchte Briefmarken, die durch verschmierten Stempelaufdruck, Killer, Werbeeinsatz eines Maschinenstempels, zu fettiger Stempelfarbe u.a. vom Markenbild nicht mehr viel erkennen lassen, hässlich aussehen und für eine gepflegte Sammlung unbrauchbar sind. Spezial-Stempel-Sammler akzeptieren verstempelte Marken oft, da es ihnen nicht auf die Marke, sondern auf einen gut lesbaren Stempel ankommt.
  • Vignette

    Vignetten sind privat hergestellte und vertriebene Drucke.
  • Viktoria I., Königin

    Viktoria war von 1837 bis 1901 Königin des Vereinigten Königreichs von Grossbritannien und Irland und trug ab 1876 als erster britischer Monarch und zweiter Mensch überhaupt den Titel Kaiserin von Indien. Sie war die Tochter von Edward Augustus, Duke of Kent and Strathearn, und Viktoria von Sachsen-Coburg-Saalfeld. Sie lebte von 1819 - 1901.
  • Vorphilatelie

    Die Vorphilatelie beschäftigt sich mit der Kommunikations- und Postgeschichte vor Einführung der ersten Briefmarke. Als Zeitspanne gelten das 18. und 19. Jahrhundert.
  • VZ

    Erhaltungsgrad von Münzen: VZ = Vorzüglich, geringe Abnutzungsspuren an den höchsten Stellen des Reliefs. Jede Einzelheit auf der Münze ist deutlich sichtbar.

w

  • Warum die Post "Post" heisst

    Das erste grossflächige Postversorgungsnetz der Welt haben die Römer um Christi Geburt eingerichtet. Die römische Post hiess "Cursus publicus" (öffentlicher Verkehr). Sie beförderte Nachrichten, Gegenstände und Personen durch das ganze Reich. Im Abstand von fünf bis zehn Meilen lagen an allen Hauptstrassen Poststationen, wo die Boten Reit- und Zugtiere wechseln und sich ausruhen konnten. Die lateinische Bezeichnung für diese Stationen war "Posita statio", zu deutsch "festgelegter Ort". Aus diesem Begriff ist die Kurzform "Post" entstanden. Nicht nur der Name, sondern auch der Aufbau der römischen Post wurde von den folgenden Postdiensten übernommen.
  • Wasserzeichen

    Ein Schutz vor Fälschungen. Wasserzeichen werden bei der Herstellung des Papiers direkt eingearbeitet. In der Regel sind diese leicht sichtbar. Bei manchen Papiersorten ist es allerdings schwer, das Wasserzeichen festzustellen oder zu bestimmen, wenn es, wie z.B. bei den Ausgaben der englischen Kolonien, die gleiche Briefmarke mit verschiedenen Wasserzeichen gibt. Das Wasserzeichen wird aber sofort sichtbar, wenn man die Briefmarke mit der Bildseite nach unten auf eine schwarze Glasplatte oder eine ähnliche Unterlage legt und etwas mit reinem Benzin befeuchtet. Da Benzin kein Gummi angreift oder löst, können auch postfrische Marken bedenkenlos mit Hilfe von Benzin auf ihr Wasserzeichen geprüft werden. Abkürzung für Wasserzeichen ist "Wz".
  • Weltmünzkatalog

    Der Weltmünzkatalog enthält alle Münzen der Welt. In dem Katalog bekommt jede Münze ihre eigene Kennzeichnung z.B. KM 58. KM steht für die Autoren Krause und Mishler. So kann man jede Münze an ihrer Kennzeichnung identifizieren. Ausserdem stehen die wichtigsten Informationen der Münzen in dem Katalog, wie das Material aus dem sie hergestellt ist.
  • Weltpostverein

    International gebräuchliche Abkürzung UPU (Union Postale Universelle), Zusammenschluss der dem Weltpostverein beigetretenen Länder, mit welchem der Postaustausch u.a. international erleichtert und geregelt wird. Der Deutsche Heinrich Stephan, unter dessen Vorsitz der erste Postkongress 1874 in Bern stattfand, gilt als Begründer des Weltpostvereins, dem schon viele Länder Gedenkbriefmarken gewidmet haben. Ständiger Sitz des Weltpostvereins, dessen Amtssprache französisch ist, ist Bern, dem Sammler durch schon zahlreiche Briefmarken mit dem oft wiedergegebenen Denkmal bekannt.
  • Wertzeichen

    Der Begriff Wertzeichen ist die Kurzform von Postwertzeichen und wird oft von Philatelisten anstelle des Begriffs "Briefmarke" genutzt.
  • Wohltätigkeitsmarken

    Wohltätigkeitsmarken werden auch als Zuschlags- oder Wohlfahrtsmarken bezeichnet. Ihr Name rührt daher, dass auf jedem Postwertzeichen ein Zuschlag zugunsten von wohltätigen Institutionen von der Post abgeführt wird.

x

  • Xmas

    In Literatur und Sprachgebrauch der englisch sprechenden Länder übliche und schon auf manchen Marken oder illustrierten Ersttagsbriefen zu finden gewesene Abkürzung für Christmas = Weihnachten.

y

  • Yvert-Katalog

    Seit 1896 erscheinender bekanntester und verbreitester französischer Katalog, der alljährlich in drei Bänden erscheint (Frankreich mit Gebieten bzw. Nachfolgestaaten, Europa und Übersee). Dieser Katalog ist nur im Frankreich-Teil etwas spezialisiert bearbeitet; die beiden anderen Bände entsprechen mehr einer Lagerliste, d.h., es wird auf Fussnoten usw. weitgehendst verzichtet. Bei der Aufnahme von Tauschverbindungen mit Sammlern im Ausland ist der Yvert-Europa- und besonders der Übersee-Katalog meist unentbehrlich.

z

  • Zähnung

    Es gibt zwei verschiedene Arten von Trennungen der Briefmarken: Den Durchstich und die Zähnung. Durchstochene Marken werden jedoch nicht mehr hergestellt. Die heute übliche Trennung ist die Loch-Zähnung oder Perforation. Eine beschädigte Zähnung an einer Briefmarke mindert den Wert dieser erheblich.
  • Zeppelinpost

    Zeppelinpost ist durch Luftschiffe beförderte Post.
  • Zumstein-Katalog

    Es ist ein Katalog der Firma Zumstein & Cie aus Bern, welcher sich mit den Marken aller europäischen Länder beschäftigt.
  • Zürich 4 und 6

    Begriff aus der Sammlersprache für die beiden ersten Briefmarken aus der Schweiz, die von der Kantonspost Zürich am 1. März 1843 verausgabt wurden. Zürich kann damit in Anspruch nehmen, das nach Grossbritannien zweite Postgebiet gewesen zu sein, welches aufklebbare Postwertzeichen verwendet hat. Die Bezeichnung Zürich 4 und 6 rührt von den übergrossen Wertziffern her, die das Markenbild beherrschen. Die Marke zu 4 Rappen war für den Ortsverkehr, die zu 6 Rappen für einen Brief innerhalb des Kantons bestimmt.
  • Zusatzfrankatur

    Ist eine Sendung neben der Freimachung noch mit einem anderen Wertzeichen versehen, so handelt es sich um eine Zusatzfrankatur.
  • Zuschlagsmarken

    Zuschlagsmarken werden auch als Wohltätigkeits- oder Wohlfahrtsmarken bezeichnet. Ihr Name rührt daher, dass auf jedem Postwertzeichen ein Zuschlag zugunsten von wohltätigen Institutionen von der Post abgeführt wird.
  • Zwischensteg

    Als Zwischensteg wird das Leerfeld zwischen den Marken bezeichnet. Diese sind oft mit Zudrucken versehen.
  • Zypern: Landeswährung vor dem Euro

    Die Landeswährung der Republik Zypern war bis zu der Währungsumstellung am 1. Januar 2008 der Zypern-Pfund. Die kleinste Währungseinheit Zyperns war der Cent, 100 Cent ergaben 1 Pfund. Der Umtauschkurs zypriotischer Pfund/Euro lautet: 0,585274 Zypern-Pfund = 1 Euro.
  • Zyperns Euro-Münzen

    Die 2- und 1-Euro-Münzen zeigen das Idol von Pomos, eine 5000 Jahre alte prähistorische Figur, welche die Kultur Zyperns symbolisiert. Die 50-, 20-und 10-Cent-Münzen bilden das antike Schiff von Kyrenia ab, das für das Meer steht. Auf den 5-, 2- und 1-Cent-Münzen ist das Abbild des Zypern-Mufflon, ein zypriotisches Wildschaf, dargestellt, das stellvertretend für die Natur gewählt wurde.